Valentin Schumann junior (* um 1520 in Leipzig; † nach 1559) war ein deutscher Dichter von Schwänken und Liebesromanen. Er war der Sohn des Buchdruckers Valentin Schumann senior.
Leben Schumann besuchte bereits mit 13 Jahren die Universität Leipzig, musste das Studium aber aus finanziellen Gründen abbrechen und erlernte das Handwerk des Schriftgießers. 1542/43 nahm er als Landsknecht am Feldzug gegen die Türken in Ungarn teil. Nach einer Zeit als Handwerker auf Wanderschaft durch Thüringen, Franken, Bayern, Schwaben und die Schweiz ließ er sich in Nürnberg nieder, wo er eine Familie gründete und acht Jahre als Schriftgießer arbeitete. Aufgrund von Schulden flüchtete er 1558 nach Augsburg. Seine Frau verklagte ihn wegen böswilligen Verlassens und sagte sich von ihm los. Im Jahr darauf erschien dort seine Schwanksammlung Nachtbüchlein. Zudem ist er der Verfasser der beiden Liebesromane Christoffel von Mümpelgart und Feronica sowie Florus und Marcebilla.
Quellen Schumann, Valentin. In: Günter Albrecht et al. (Hgg.): Lexikon deutschsprachiger Schriftsteller. 2. Band. Bibliografisches Institut Leipzig 1968, S. 473. Johannes Bolte (Hrsg.): Valentin Schumanns Nachtbüchlein (1559). Bibliothek des Literarischen Vereins in Stuttgart, Nr. CXCVII, Tübingen 1893, danach: Nachtbüchlein. Dererste Teil. In: Deutsche Schwänke in einem Band. Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 5. Aufl. 1977, S. 275–297.
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