Gisela Denninghoff (* 8. August 1939 als Gisela Linke in Magdeburg) ist eine deutsche Malerin, Performance- und Prozesskünstlerin.
Leben Gisela Denninghoff wurde 1939 in Magdeburg geboren. Nach dem Abitur 1960 in Mülheim an der Ruhr studierte sie von 1960 bis 1966 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin Malerei und Grafik bei Gerhard Fietz und Plastik bei Ludwig Gabriel Schrieber.
1967 wurde der Sohn Albrecht Denninghoff geboren. Von 1967 bis 1992 hatte sie diverse Lehrtätigkeiten, u. a. an der Liebigschule Gießen. Von 1968 bis 1978 war sie Mitglied der Forschungsgruppe „FAU“, die Analysemodelle für audiovisuell aufgezeichneten Unterricht und Konzepte für die Lehrerausbildung und Fortbildung erstellte. Ab 1982 erfolgten Ausstellungen. 1989 gewann Denninghoff einen Wettbewerb zur Wandgestaltung für zwei Säle der Steuben-Kaserne in Gießen. An den Bildzyklen für die Säle, „Gewaltstrukturen“ in vier Tafeln und „Gefährdung von Mensch und Natur“ in drei Tafeln, arbeitete sie bis 1993. Seit 1985 ist sie Mitglied im Oberhessischen Künstlerbund, seit 1999 Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Wiesbaden. Seit 1979 lebt und arbeitet Gisela Denninghoff in Lich (Hessen) und auf Teneriffa.
Werk Denninghoff erstellt ihre großformatigen Gemälde und Wandbilder mit Acryl- und Temperafarben. Sogenannte „Faltungen“ und Materialbilder entstehen aus Erden, Lava, Pinienasche, Farb- und Gewürzstaub. Seit 2000 entstehen Gemälde während Kunstaktionen und Performances, seit 2006 in Zusammenarbeit mit dem Sänger Hans-Michael Schuhmann (geboren 1958 in Wilhelmshaven),Vita von Hans Michael-Schuhmann siehe in: Gisela Denninghoff. Körper-Klang-Malerei, mit Texten von Friedhelm Häring, Susanne Ließegang, Gisela Denninghoff, Hans-Michael Schuhmann, Frank Sygusch, Oberhessisches Museum, Gießen 2007, S. 83, ISBN 978-3-00-022379-2. mit dem Denninghoff in der „Körper-Klang-Malerei“ gemeinsame Mal- und Sing-Performances umsetzt. Diese Improvisationen beginnen mit dem Schatten, der vom Sänger auf die auf dem Boden liegende Leinwand „fällt“. Die Farbe wird auf die Leinwand geschüttet, zusätzlich wird diese gefaltet, so dass großformatige Farbreliefformationen entstehen.Artikel auf landbote.info vom 23. Januar 2017.
Einzelausstellungen (Auswahl) 1982: Gisela Denninghoff, Literarischer Salon der J. Ricker’schen Universitäts-Buchhandlung (Gideon Schüler) 1988: Gisela Denninghoff und Renate Schüler-Lamert, Oberhessisches Museum, Gießensiehe Internetseite des Museums auf giessen.de unter „Die Ausstellungen 2005 bis 1980 im Überblick“ 2001: Licht und Materie, Museum Burg Ronneburg 2007: Klänge sehen–Farben hören, Oberhessisches Museum, Gießen 2009: Klänge sehen–Farben hören, Kunststation Kleinsassen 2010: Klänge sehen–Farben hören, Städtische Galerie Haus Seel, Siegen 2011: Klänge sehen–Farben hören, Galerie der Stadt Pilsen 2011: Urplötzlich. Gemälde und Performance, Galerie im Neuen Rathaus, Wetzlar 2014: Performance zur Ausstellung papier = kunst 8, Neuer Kunstverein Aschaffenburg 2017: Feuerschrift. Gemälde, Zeichnungen, Faltengemälde, skulpturale Objekte, Kunstforum „Säulenhalle“ des Renaissance-Rathauses Groß-UmstadtAuflistungen der Ausstellungen befinden sich in Gisela Denninghoff. Körper-Klang-Malerei, mit Texten von Friedhelm Häring, Susanne Ließegang, Gisela Denninghoff, Hans-Michael Schuhmann, Frank Sygusch, Oberhessisches Museum, Gießen 2007, S. 81–82, ISBN 978-3-00-022379-2 und auf der Internetseite der Künstlerin.
Arbeiten in öffentlichen Sammlungen Oberhessisches Museum, Gießen Staatsbauamt Wetzlar Finanzamt Gießen Industrie und Handelskammer Sparkasse Gießen Stadt Lich
Werkdokumentation Gerhard Fietz, Friedhelm Häring, Helena Gemmel, Gisela Denninghoff. Die Feuerschrift der Beziehung, Kunsthalle Gießen 1997, ISBN 3-00-001300-8. Marianne Ebersold, Gisela Denninghoff. Botschaften von den Urkräften, Galerie Kunstwerk, Wiesbaden 2001, ISBN 3-935094-30-2. Marion Feld, Susanne Ließegang, Gisela Denninghoff. Erde, Haut, Papier, Ausstellungskatalog, Kunststation Kleinsassen 2003. Gisela Denninghoff. Körper-Klang-Malerei, mit Texten von Friedhelm Häring, Susanne Ließegang, Gisela Denninghoff, Hans-Michael Schuhmann, Frank Sygusch, Oberhessisches Museum, Gießen 2007, ISBN 978-3-00-022379-2.
Literatur (Auswahl) rw, Ausdrucksgebärden zweier Malerinnen. Bilder von Gisela Denninghoff und Renate Schüler-Lamert im Alten Schloß. In: Gießener Allgemeine Zeitung, April 1988. Oberhessischer Künstlerbund (Hrsg.), Oberhessischer Künstlerbund 1943–1993, Katalog der Mitglieder zum 50jährigen Bestehen. Druckkollektiv GmbH, Gießen 1993, S. 30–31. Dagmar Klein, Kunst mit Kraft und Konzentration. Gisela Denninghoff arbeitet in Lich und auf Teneriffa. In: 38 Portraits, Oberhessischer Künstlerbund, Gießen 1999 (unpaginiert). Dagmar Klein, Venus, Bücher, Wein und Tanz. "4 x 39": Gisbert Pupp, Renate Schüler-Lamert, Hella Nohl, Gisela Denninghoff. In: Gießener Allgemeine Zeitung, 6. September 1999. Regine Seipel, Eine Ausdrucksstärke, die Blicke festsaugt. "Licht und Materie": Gisela Denninghoff zeigt großformatige Bilder auf der Ronneburg. In: Frankfurter Rundschau, 7. November 2001. Liane Thau, Gisela Denninghoff in Otto-Richter-Kunsthalle: "Malen ist wie Atmen, eine Notwendigkeit. In: Die Kitzinger, 15. Oktober 2002. olz, Ungewöhnliche und anregende Kunstauktion. Performance der Licher Künstlerin Gisela Denninghoff zur Wetzlarer Ausstellung. In: Gießener Anzeiger, 30. November 2011. 75 Jahre Oberhessischer Künstlerbund 1943–2018, Oberhessischer Künstlerbund, Gießen 2018, S. 78–79, ISBN 978-3-00-059111-2. Dagmar Klein, Die Heilkraft der Kunst. In: Gießener Allgemeine Zeitung, 7. August 2024.
Weblinks
Internetseite der Künstlerin Biografie von Gisela Denninghoff bei De Gruyter (Authentifizierung erforderlich) Porträt über die Malerin von Dagmar Klein vom 7. August 2024 in der Gießener Allgemeine Zeitung, abgerufen am 21. September 2025
Einzelnachweise
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