Małgorzata Dajewska (* 30. September 1958 in Sosnowiec) ist eine polnische Künstlerin und Hochschullehrerin, die für ihre Glaskunst bekannt ist. Leben Dajewska studierte von 1977 bis 1982 an der damaligen Państwowa Wyższa Szkoła Sztuk Plastycznych in Breslau (Wrocław) in der Glasabteilung und schloss ihr Diplom bei Zbigniew Horbowy ab. Seit 1984 ist sie mit der Breslauer Glasabteilung verbunden, wo sie zunächst als Assistentin bzw. Oberassistentin bei Horbowy tätig war und von 1990 bis 1994 als Adjunkt. 1996 wurde sie zur Professorin berufen. Von 1996 bis 2002 leitete sie die Glasabteilung und von 2005 bis 2008 war sie Dekanin der Fakultät für Keramik und Glas.

Zu Dajewskas frühen Auszeichnungen zählen der erste Preis im Wettbewerb Szkło ’95, die Goldmedaille der Internationalen Posener Messe für das Tischservice Aquarius sowie ein Preis des polnischen Kulturministeriums. Im Jahr 2006 wurde sie mit dem Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.

Dajewska gründete die informellen Gruppen junger Glaskünstler Klan szklarzy und Szklana Katedra. Sie organisiert Ausstellungen im In- und Ausland, auf denen polnische Glaskunst präsentiert wird. Im Jahr 2016 war sie an der Kuratierung der Ausstellung Ceramika i szkło. Obszary sensualne in Wrocław beteiligt, die im Rahmen von Breslau als Europäischer Kulturhauptstadt veranstaltet wurde.

Werk Dajewska arbeitet sowohl im Bereich des künstlerischen als auch des angewandten Glases. Kennzeichnend für ihr Werk sind poetische Titel; außerdem greift sie in ihren Glasarbeiten auf eigene Gedichte zurück. Als freie Künstlerin erschafft sie abstrakte farbige Objekte aus geschliffenem und poliertem optischen Glas, das in dynamischer Formgebung zu Körpern zusammengeklebt wird, wodurch der Eindruck einer gewissen Strenge entsteht. Charakteristisch für ihre Gebrauchsglasentwürfe sind dagegen weiche Formen, Zweischichtigkeit und ein tiefer Schliff der ornamentalen Zeichnungen.

In den 2020er-Jahren trat Dajewska verstärkt auch als Malerin in Erscheinung; 2021 erschien ein Ausstellungskatalog zu ihrem malerischen Werk, und 2023 zeigte die Akademie die Ausstellung Forma i kolor zusammen mit der Präsentation der Monografie Wrocławskie Środowisko Artystyczne – Małgorzata Dajewska von Ewelina Kwiatkowska. Arbeiten Dajewskas befinden sich in staatlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland, darunter in den Vatikanischen Museen sowie in den Nationalmuseen in Warschau, Breslau und Posen (Poznań).

Einzelnachweise

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