mini|Campo della chiesa, rechts die Kirche mini|Luftbild der Inselkette von Sacca Fisola ostwärts über die Inseln der Giudecca bis nach San Giorgio Maggiore mini|Übersichtskarte der Inselgruppe um Sacca Fisola mini|Ponte San Gerardo Die Pfarrkirche San Gerardo Segredo, auch Sagredo, entstand ab 1961 am Südrand der venezianischen Insel Sacca Fisola. Sie wurde zwischen der Fondamenta Gerardo Segredo im Süden (die sich am gesamten Südrand der Insel entlangzieht) und der Calle Beata Eufemia Giiustiniani (1444 bis 1487 Äbtissin des Klosters Santa Croce della Giudecca) errichtet. Diese Gasse beginnt westlich der Kirche und führt nordwärts. Im Norden befindet sich die Calle della Chiesa (die Adresse der Kirche lautet dementsprechend Calle della Chiesa, 1), im Osten der Campo San Gerardo.
Auf der relativ jungen Insel, die die Inselkette der Giudecca westwärts fortsetzt, entstanden zwischen 1958 und 1968 Wohnhäuser, geleitet von einer Gruppe um den seinerzeitigen „Stararchitekten“ Giuseppe Samonà (1898–1983). Dabei fehlte zunächst fast jede Infrastruktur, die Bewohner pendelten praktisch alle täglich zu ihren Arbeitsplätzen in Mestre oder in der venezianischen Altstadt. Nur am Hauptplatz, mitten auf der Insel gelegen, am Campo della chiesa, befanden sich Geschäfte, eine Bar und ein Kindergarten. Am 29. August 2009 wurden 1480 Bewohner gezählt, 2016 waren es 1452.Ma quanti sono i veneziani?, in: Metropolitano.it, 2. November 2016.
Am 3. Dezember 1961 wurde der Grundstein gelegt, geweiht wurde die Kirche 1963. Ab 1990 erhielt die Kirche einen traditionellen Campanile, einen freistehenden Glockenturm. Neben der Sacca Fisola gehört auch die südlich gelegene Insel Sacca San Biagio zum Gebiet der Gemeinde.
Die Kirche steht am Fuße des weiten Campo, blickt auf den dahinterliegenden Rio di Sacca San Biagio. Die Außenfassade ist sehr schlicht und besteht aus zwei parallelen, kantigen Körpern, wobei die Wände durch zwei Reihen kleiner rechteckiger Öffnungen geringfügig geöffnet sind. Der Fassade sind eine kurze Treppe und ein Betonbaldachin vorgesetzt, der als Portikus dient und mit einem Bronzekreuz geschmückt ist. Die zweischiffige Kirche ist von einer flachen Decke gekennzeichnet; auf der rechten Seite befindet sich eine Kapelle, die der Jungfrau Maria geweiht ist.
Literatur Gabriele Mazzucco: Ritratto dell’uomo di Dio: San Gerardo Sagredo vescovo di Csanád e martire, G. Deganello, Padua 2000.
Weblinks Chiesa di San Gerardo Sagredo Martire <sestiere della Giudecca, Venezia>, CEI – Conferenza Episcopale Italiana – Servizio Informatico – Ufficio Nazionale per i Beni culturali Ecclesiastici e l’edilizia di culto, Diocesi di Venezia – Inventario dei beni culturali immobili, eingesehen am 26. Juli 2024.
Anmerkungen
Kategorie:Weltkulturerbe Venedig und seine Lagune Gerardo Segredo Kategorie:Kirchengebäude im Patriarchat von Venedig Kategorie:Giudecca Venedig