Anita Kühnel (* 26. Oktober 1951 in Waren/Müritz) ist eine deutsche Kunsthistorikerin.Anita Kühnel. In: Design Summer Academy (mit biografischen Daten u. Foto, abgerufen am 4. April 2026); Kühnel, Anita. In: Verein Deutscher Bibliothekare (Hrsg.): Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Bd. 66 (2015/16), S. 435 (Personenverzeichnis).
Leben und Wirken Anita Kühnel studierte Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin und legte dort 1976 das Diplom-Examen ab. Zunächst beschäftigte sie sich als Stipendiaten mit der Erforschung der Kunstgraphik. Von 1978 bis 1992 arbeitete sie als Kuratorin bei den Staatlichen Museen zu Berlin im Bereich der Druckkunst. Von 1992 bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kunstbibliothek Berlin tätig und leitete dort die Sammlung für Graphikdesign. Im Jahre 1994 promovierte sie im Fach Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Dr. phil. mit einer Dissertation über „Die Graphik Charlotte E. Paulys“. Anita Kühnel kuratierte zahlreiche Ausstellungen und erarbeitete die Kataloge hierzu. Außerdem beschäftigte sie sich intensiv mit der Künstlerin Charlotte E. Pauly.
Veröffentlichungen (Auswahl)
(Bearb.): Französische Malergraphik, 1848–1886 (Ausstellungskatalog). Kupferstichkabinett, Berlin-Ost 1982. (Bearb.): Oskar Kokoschka. Graphik und Zeichnungen (Ausstellungskatalog). Kupferstichkabinett, Berlin-Ost 1983. Charlotte Elfriede Pauly. Verzeichnis der Tiefdrucke. Kunstwissenschaftler- und Kunstkritiker-Verband, Berlin 1993, ISBN 3-9803327-0-5 (= Dissertation Humboldt-Universität zu Berlin). (Red.): Charlotte E. Pauly / Malerei aus den Jahren 1926–1932. Ernst-Rietschel-Kulturring, Berlin 1995. Julius Klinger – Plakatkünstler und Zeichner (= Bilderheft der Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz, Bd. 89). Gebr. Mann, Berlin 1997, ISBN 3-7861-1752-7. (Bearb.): Intermezzo Berlin. Wiener in Berlin 1890–1933 (Ausstellungskatalog). Kunstbibliothek, Berlin 1998, ISBN 3-88609-433-2. (Red.): Verführungen – Plakate aus Österreich und Deutschland von 1914 bis 1945 (Ausstellungskatalog). Umschau/Braus, Heidelberg 1998, ISBN 3-8295-7008-2. (Bearb.): Die Poesie des Konkreten. Plakate und Kunst der Kasseler Schule. Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2000, ISBN 3-88609-445-6. (Bearb.): Ein Jahrhundert im Weltformat. Schweizer Plakate von 1900 bis zur Gegenwart. Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2001, ISBN 3-88609-454-5. (Hrsg.): Nicolaus Ott + Bernard Stein, Grafikdesign. G + H Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-940939-02-9. (Hrsg.): Welt aus Schrift. Das 20. Jahrhundert in Europa und den USA. König, Köln 2010, ISBN 3-86560-888-4. (Hrsg.): Ich hab geträumt, ich wär ein Hund, der träumt. Bildgeschichten von Jiří Šalamoun und Hans Hillmann. Staatliche Museen zu Berlin, Berlin 2011, ISBN 978-3-88609-714-2. (Hrsg.): Ein schlesisches Fräulein wird Weltbürgerin. Die Malerin und Schriftstellerin Charlotte E. Pauly in Selbstzeugnissen. Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2012, ISBN 3-942476-36-3. (Hrsg.): Avantgarde! Die Welt von gestern, Deutschland und die Moderne, 1890–1914. Worte in Freiheit, Rebellion der Avantgarde, 1909–1918. Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin 2014, ISBN 3-86206-347-X. (Hrsg.): Schrift, Bild, Zeichen. Werbegrafik in Deutschland 1945–2015. Kunstbibliothek, Berlin 2015, ISBN 3-86206-565-0. (Mitautorin): Bodo von Dewitz (Hrsg.): Ich liebte helle Farben. Die Malerin Charlotte E. Pauly. Thomas Helms Verlag, Schwerin 2018, ISBN 3-944033-16-7. (Hrsg.): Reden über Kunst. Berliner Kabinett, Berlin 2024, ISBN 978-3-00-079044-7.
Einzelnachweise
Kategorie:Kunsthistoriker Kategorie:Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Kunstbibliothek Berlin Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1951 Kategorie:Frau