Cristoforo di Jacopo, bekannt als Cristoforo da Bologna, der Ältere, war ein italienischer Maler, der in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts tätig war.
Werdegang mini|Einzug in Jerusalem, Musei Civici (Pesaro) Er war der Sohn des Malers Jacopo Benintendi, genannt „il Biondo“, und arbeitete im Umfeld von Simone dei Crocefissi. Von ihm sind nur zwei signierte Arbeiten vorhanden: eine Madonna mit Christuskind (Privatbesitz) und ein kleines, zweiteiliges Tafelbild mit der Kreuzigung und Beweinung des toten Christus in der Pinacoteca Nazionale di Ferrara. In Ferrara befindet sich außerdem ein unsigniertes Tafelbild mit der Darstellung des Kreuzestraumes der Maria, das ihm zugeschrieben wird. Viele weitere von Kunsthistorikern angeführte Werke sind verschollen.
Laut Vasari soll Cristoforo gemeinsam mit Simone dei Crocefissi den jetzt größtenteils zerstörten Freskenschmuck im Oratorium Santa Maria Vergine di Mezzarata in Bologna ausgeführt haben. Von ihm sollen sämtliche Darstellungen von der Erschaffung Adams bis zum Tod Moses stammen. Dass Cristoforo auch als Freskenmaler tätig war, ist durch eine Urkunde vom 17. Oktober 1374 belegt. Darin wird eine Zahlung für die Ausmalung der Cappella Corradini in der Kirche San Francesco (Bologna) erwähnt.
Cristoforo werden sechs Tafeln mit Szenen aus dem Leben Christi (Die Samaritanerin am Brunnen, Einzug in Jerusalem, Christus im Garten Gethsemane, Christus in der Vorhölle, Pfingstwunder, Fall des hl. Paulus) zugeschrieben, die sich heute in der Pinacoteca di Pesaro befinden.
Aufgrund deutlicher Parallelen zu den Fresken von Mezzarata bringt die Forschung die Fresken mit vier Szenen aus dem Leben der heiligen Maria Ägyptiaca (um 1360–1370) in San Giacomo Maggiore in Bologna mit Cristoforo in Verbindung. Deren Erzählstil verrät gleichzeitig eine Beeinflussung durch Tomaso da Modena.
Literatur
Weblinks
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