Hélène Ferrarini ist eine französische Journalistin. Zu ihren Veröffentlichungen zählt Allons enfants de la Guyane (2022), in der sie die Geschichte der sogenannten homes indiens in Französisch-Guayana betrachtet.

Leben Ferrarini ist für mehrere Medien journalistisch tätig und arbeitet bewusst als freie Journalistin, da ihr diese Arbeitsweise eine Freiheit bei Themenwahl, Zeitplan und Recherchestandorten verschafft. Sie bevorzugt langfristige Recherchen zu wenig beachteten Räumen. Sie arbeitete in Guayana zunächst als Lehrerin für Geschichte und Erdkunde. Ferrarini lebt in Espagnac-Sainte-Eulalie.

Wirken Für Allons enfants de la Guyane recherchierte Ferrarini etwa zwei Jahre lang zur Geschichte katholischer Internate, in denen indigene Kinder in Französisch-Guayana unter Mitwirkung von Kirche und Staat von ihren Familien getrennt und zur Assimilation erzogen wurden. Das Buch stellt eine Aufarbeitung einer lange verdrängten Seite der französischen Kolonial- und Bildungsgeschichte dar. Im Jahr 2023 stand die Untersuchung auf der Finalistenliste des Prix Albert Londres in der Sparte Buch. Aus dem Buch ging ein Dokumentarfilm hervor, der 2025 auf France 5 ausgestrahlt wurde. Neben Buch, Artikel, Radio- und Fernsehreportage arbeitet Ferrarini auch mit Fotografie, Ton und Comic. So veröffentlichte sie mit Damien Cuvillier den Comicstrip Eldorado. Im Dezember 2025 veröffentlichte sie in Le Monde diplomatique die Reportage Pourquoi ses habitants fuient le Bhoutan, « pays du bonheur ».

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