Wenchong 1700 bezeichnet einen Vollcontainerschiffstyp der chinesischen Werft Guangzhou Wenchong Shipyard.
Geschichte Von dem Schiffstyp wurden rund 70 Einheiten gebaut, die zwischen 2002 und 2013 abgeliefert wurden. Größtenteils wurden die Schiffe auf der Werft Guangzhou Wenchong Shipyard gebaut. Die ersten Schiffe des Typs entstanden auf der Werft Jiangyang Shipbuilding. Der größte Teil der Schiffe wurde für deutsche Reedereien gebaut, darunter eine größere Anzahl für die Hamburger Reederei Leonhardt & Blumberg.Unsere Containerschiffe, Leonhardt & Blumberg. Abgerufen 2. April 2026. Auch die Reedereien Bernhard Schulte, Bernhard Schulte. und Karl Schlüter ließen mehrere Schiffe des Typs bauen. Weitere Kunden waren unter anderem die Reederei Gebr. Winter, Reederei Gebr. Winter. sowie verschiedene Reedereien außerhalb Deutschlands.
Beschreibung Die Schiffe werden von einem MAN-Dieselmotor mit rund 16.000 kW Leistung angetrieben. Zum Einsatz kommen Zweitakt-Siebenzylinder- bzw. Zweitakt-Sechszylinder-Dieselmotoren, die über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Festpropeller wirken. Für die Stromerzeugung stehen drei von MAN-Dieselmotoren angetriebene Generatoren zur Verfügung. Weiterhin wurde ein von einem Dieselmotor angetriebener Notgenerator verbaut. Die Leistungsangaben der Motoren sind bei den Schiffen teilweise leicht abweichend angegeben. Die Schiffe sind mit einem elektrisch mit 900 kW Leistung angetriebenen Bugstrahlruder mit einem Verstellpropeller ausgestattet.Wenchong 1700 – Geared Cellular Containership, Hanse Bereederung. Abgerufen 2. April 2026.Wenchong 1700 – Gearless Cellular Containership, Hanse Bereederung. Abgerufen 2. April 2026.
Die Schiffe verfügen über fünf Laderäume mit Cellguides. Die Laderäume sind mit Pontonlukendeckeln verschlossen. In den Räumen sowie auf den Lukendeckeln können insgesamt 16 20-Fuß-Container hintereinander geladen werden. In Laderaum 1 und 2 können sechs 20-Fuß-Container hintereinander, sechs Container übereinander und bis zu zehn Container nebeneinander, in den Laderäumen 3 und 4 können zehn 20-Fuß-Container hintereinander, fünf Container übereinander und bis zu zehn Container nebeneinander geladen werden. Im Laderaum 5 können zwei 20-Fuß-Container hintereinander geladen werden. Im vorderen Stapel können fünf und im hinteren Stapel vier Container übereinander sowie jeweils bis zu zehn Container nebeneinander geladen werden. Auf den Lukendeckeln von Laderaum 1 können drei Container übereinander und neun Container nebeneinander, auf den Lukendeckeln von Laderaum 2 können jeweils vier Container übereinander und elf Container nebeneinander geladen werden. Auf den Lukendeckeln von Laderaum 3 bis 5 können jeweils sechs Container übereinander und elf Container nebeneinander geladen werden. Weitere Containerstellplätze stehen an Deck zwischen Laderaum 5 und dem Deckshaus zur Verfügung (darunter befindet sich der Maschinenraum). Hier können zwei 20-Fuß-Container hintereinander und sieben Container übereinander geladen werden. In der untersten Lage können neun Container und darüber elf Container nebeneinander geladen werden. An Deck können teilweise auch 45- und 49-Fuß-Container geladen werden. Auf der Back befindet sich ein Wellenbrecher zum Schutz der Deckscontainer vor überkommendem Wasser.
Die Containerkapazität der Schiffe beträgt 1.740 TEU. Bei homogener Beladung mit 14 Tonnen schweren Containern beträgt die Kapazität rund 1.300 TEU. Die Schiffe sind mit Anschlüssen für 300 Kühlcontainer ausgestattet. Teilweise werden die Schiffe auch mit etwas abweichenden Angaben beschrieben., Schulte Group (PDF, 61 kB).Piraeus Trader, Datenblatt, Lomar (PDF, 136 kB). Abgerufen 2. April 2026.
Die Schiffe sind zu einem großen Teil mit zwei elektrohydraulisch angetriebenen Kranen mit jeweils 40 oder 45 t Hebekapazität ausgestattet. Die Krane sind mittschiffs zwischen den Laderäumen 2 und 3 bzw. 4 und 5 installiert. Ein Teil der Schiffe wurde ohne Krane gebaut.
Das Deckshaus mit den Einrichtungen für die Besatzung und der Brücke befindet sich weit hinten. Die Einrichtungen für die Besatzung sind auf sieben Decks verteilt. Hinter dem Deckshaus befindet sich auf der Backbordseite ein Freifallrettungsboot.
Schiffe (Auswahl)