Olessja Wadymiwna Sokur (; * 25. August 1960 in Uman, Ukrainische SSR; † 1. Januar 2025 in Kiew, Ukraine) war eine ukrainische Biochemikerin und Hochschullehrerin. Sokur forschte und lehrte als stellvertretende Direktorin für wissenschaftliche Arbeit und als Mitglied des Akademischen Rates am Bildungs- und Wissenschaftszentrum Institut für Biologie und Medizin der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Sie wurde während eines russischen Drohnenangriffs auf ein Kiewer Wohnhaus während des Russisch-Ukrainischen Krieges getötet.
Leben und Werk mini| Institut für Biologie und Medizin der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kiew. Fenster wurden am 31. Dezember 2022 durch einen Raketenangriff auf Kiew zerstört. Sokur begann 1977 ihr Studium an der Fakultät für Biologie der Taras-Schewtschenko-Universität Kiew und schloss es 1982 als Biologin, Biochemikerin und Lehrerin für Biologie und Chemie ab. Am Institut für Klinische Radiologie des Wissenschaftlichen Zentrums für Strahlenmedizin der Akademie der Medizinischen Wissenschaften der Ukraine promovierte sie 1998 mit einer Dissertation über die Untersuchung von Antioxidationssystemen bei Opfern des Reaktorunfalls von Tschernobyl.
2001 begann sie ihre Tätigkeit an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität in Kiew, wo sie 20 Jahre lang als leitende Wissenschaftlerin forschte und das Forschungslabor Physikalische und Chemische Forschungsmethoden leitete. Von 2003 bis 2009 war sie stellvertretende Dekanin der Fakultät für Biologie und von 2016 bis 2021 stellvertretende Direktorin des Nationalen Wissenschaftszentrums Institut für Biologie und Medizin für wissenschaftliche Arbeit.
In ihrer Forschung beschäftigte sie sich mit den biochemischen Mechanismen von Zellschäden bei gastrointestinalen Erkrankungen. Sokur verfasste fast 200 Publikationen und ihre Forschung leistete einen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der Entstehungsmechanismen von Erkrankungen des Verdauungstrakts und der Wirkung von Strahlung auf den Körper.
Sokur war mit dem Neurobiologen Ihor Zyma verheiratet. In der Nacht zum 1. Januar 2025 wurden sie und ihr Ehemann bei einem Angriff russischer Drohnen auf Kiew in ihrer Wohnung getötet. Ihre Wohnung befand sich im ehemaligen Gebäude des Rates der Volkskommissare der Ukrainischen SSR.
Veröffentlichungen (Auswahl) Mariia Tymoshenko, Olha Kravchenko, Olesya Sokur, Liudmila Gaida, Yulia Omelchenko, Liudmila Ostapchenko: The ornithine decarboxylase, NO-synthase activitiesand phospho-c-Jun content under experimental gastric mucosa malignancy. Biomedical Research and Therapy Vol. 3 No. 4, ISSN (Online): 2198-4093, Publisher: BioMedPress. doi:10.7603/s40730-016-0017-5.
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Einzelnachweise
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