mini|hochkant|Lisbeth Bech-Nielsen (2025) Lisbeth Bech-Nielsen (* 1. Dezember 1982 in Sønderborg als Lisbeth Bech Poulsen) ist eine dänische Politikerin der Socialistisk Folkeparti. Seit 2011 ist sie Mitglied des Folketing. In der Regierung Frederiksen III ist sie seit dem 3. Juni 2026 Ministerin für Gesellschaftssicherheit und Bereitschaft.
Leben Nach dem Reifezeugnis in Sønderborg studierte Bech-Nielsen von 2003 bis 2006 an der Universität Aalborg Politik und Verwaltung im Bachelor und anschließend einen Master in Entwicklung und internationale Beziehungen, den sie 2009 abschloss. Von 2008 bis 2011 war sie Vorsitzende der Socialistisk Folkeparti in Aalborg und gehört auch dem Landesvorstand der Parti an.
Bei der Folketingswahl 2011 kandidierte sie erstmal für das dänische Parlament und erhielt über den Nordjyllands Storkreds ein Mandat. Im Folketing war sie zunächst Sprecherin für Finanzen, Steuern und Themen betreffend der Europäischen Union. Im Dezember 2013 wählte die Folketingsgruppe der Socialistisk Folkeparti sie zur politischen Sprecherin (politisk ordfører). Sie folgte in dieser Position auf Jonas Dahl, der zum Steuerminister Dänemarks ernannt wurde. Bereits im Januar 2014 trat sie jedoch von ihren Parteiämtern zurück, nachdem sich die Parteiführung entgegen ihrem Protest dazu entschlossen hatte, dem Verkauf von staatlichen Anteilen des Energieunternehmens Dong Energy an die US-amerikanische Investmentbank Goldman Sachs zuzustimmen.
Nach der Folketingswahl 2015 wurde sie umweltpolitische Sprecherin ihrer Folketingsgruppe, ebenso die Sprecherin in den Bereichen Steuern und Recht. Bis 2024 übte sie auch erneut die finanzpolitische Sprecherverantwortung aus. Zum 1. Januar 2020 trat sie eine Mutterschaftsauszeit an und wurde währenddessen von Theresa Berg Andersen im Folketing vertreten. Sie kehrte am 1. August 2020 zurück, trat Ende des Jahres aber nach Geburt ihres zweiten Kindes erneut eine Mutterschaftsauszeit bis August 2021 an. Bei der Folketingswahl 2022 trat sie erstmals im Københavns Storkreds an. Anfang 2023 wurde sie Vorsitzende des neugeschaffenen Ausschusses für Digitalisierung, dessen Einrichtung sie als Sprecherin für Digitales und IT selber vorgeschlagen hatte. Im Dezember 2024 übernahm Bech-Nielsen vorübergehend erneut die Position der politischen Sprecherin in ihrer Folketingsgruppe, während Signe Munk im Mutterschaftsurlaub war. Im August 2025 kehrte Signe Munk in den Folketing zurück und Bech-Nielsen wurde im Zuge der daraus folgenden Neustrukturierung der Fraktion neue verteidigungspolitische Sprecherin.
Zur Folketingswahl 2026 bestimmte die Socialistisk Folkeparti sie zur Spitzenkandidatin im Kopenhagener Wahlkreis, nachdem die Parteivorsitzende Pia Olsen Dyhr in den Sjællands Storkreds gewechselt war. In der Regierung Frederiksen III, die mit der Socialdemokratiet, der Radikale Venstre und den Moderaterne am 3. Juni 2026 gebildet wurde, wurde sie mit dem Ministerium für Gesellschaftssicherheit und Bereitschaft beauftragt.
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Einzelnachweise
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