Kwitajny Wielkie () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Godkowo im Powiat Elbląski.
Geographische Lage Kwitajny Wielkie liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 16 Kilometer nordöstlich der Stadt Pasłęk bzw. 27 Kilometer südöstlich der Kreismetropole Elbląg.
Geschichte Das einstige Groß Quittainen bestand in seinem Kern aus einem großen Hof.Dietrich Lange: Groß Quittainen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Es gehörte zum ostpreußischen Kreis Preußisch Holland und zählte im Jahre 1820 40 Einwohner, im Jahre 1885 bereits 115.GenWiki: Groß Quittainen
Am 27. März 1899 schloss sich der Gutsbezirk Groß Quittainen mit den Gutsbezirken Hensels, Klein Quittainen, Spitzen und Schlodien zur neuen Gutsbezirk Schlodien zusammen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlodien 76 Einwohner lebten im Jahre 1905 in Groß Quittainen.
Der 1899 gebildete neue Gutsbezirk Schlodien wurde am 30. September 1928 mit den Ortschaften Hensels und Klein Quittainen in die Landgemeinde Schlodien eingegliedert.
In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen abgetreten. In diesem Zusammenhang erhielt Groß Quittainen die polnische Namensform „Kwitajny Wielkie“. Der Ort ist heute eine Ortschaft innerhalb der Gmina Godkowo im Powiat Elbląski, von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte Kwitajny Wielkie 56 Einwohner.
Religion Bis 1945 war Groß Quittainen in die evangelische Kirche in Hermsdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem in die römisch-katholische Kirche in Wusen im Bistum Ermland eingepfarrt.
Heute gehört Kwitajny Wielkie zur katholischen Pfarrei Osiek im Bistum Elbląg sowie zur St.-Georgskirche in Pasłęk in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Verkehr Kwitajny Wielkie liegt an einer Nebenstraße, die von Osiek nach Tatarki führt. Von 1925 bis 1945 war Hensels die nächste Bahnstation. Sie lag an der heute nicht mehr existierenden Bahnstrecke (Elbing–) Schlobitten–Wormditt (–Allenstein).
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Godkowo