Die 76. Verleihung des Deutschen Filmpreises (Lola26) fand am 29. Mai 2026 im Palais am Funkturm in Berlin statt. Die über 2300 Mitglieder der Deutschen Filmakademie stimmten über die Preisträger in 17 Kategorien ab.
mini|alt=Das Bild zeigt das Logo des Deutschen Filmpreises. Es ist auf einem schwarzen Hintergrund dargestellt, was die anderen Elemente des Logos betont. Im Zentrum des Logos befindet sich der Schriftzug „DEUTSCHER FILMPREIS“ in Großbuchstaben und in einer modernen, serifenlosen Schriftart. Die Buchstaben sind weiß und stehen klar im Kontrast zum dunklen Hintergrund. Der Text wird von einem goldenen Rahmen eingefasst, der an der oberen und rechten Seite des Logos sichtbar ist. Dieser Rahmen verleiht dem Logo eine elegante und hochwertige Wirkung, die die Bedeutung des Deutschen Filmpreises als renommierte Auszeichnung in der deutschen Filmindustrie unterstreicht.|hochkant=1.2|Logo des Deutschen Filmpreises seit 2019
Die Nominierungen waren am 31. März 2026 bekanntgegeben worden. Das Historiendrama In die Sonne schauen von Mascha Schilinski führte mit insgesamt elf Nominierungen das Feld der Anwärter für den Deutschen Filmpreis an. Der diesjährige deutsche Oscar-Kandidat, der bereits Preise beim Festival von Cannes 2025 und Europäischen Filmpreis 2026 erhalten hatte, wurde in allen zehn nominierten Kategorien ausgezeichnet, darunter Bester Spielfilm, Beste Regie und Bestes Drehbuch. In der Kategorie Beste weibliche Nebenrolle setzte sich Lena Urzendowsky unter anderem gegen ihre Ensemble-Kollegin Claudia Geisler-Bading durch.
Mit neun Nominierungen knapp dahinter folgte İlker Çataks türkischsprachiges Politdrama Gelbe Briefe, das zuvor den Hauptpreis der Berlinale gewonnen hatte. Die Produktion erhielt Nominierungen in neun Kategorien, darunter Spielfilm, Regie, Drehbuch und für die beiden Hauptdarsteller Özgü Namal und Tansu Biçer.Die Nominierungen. In: deutscher-filmpreis.de (abgerufen am 31. März 2026). Gelbe Briefe gewann den Filmpreis in Silber als zweitbester Spielfilm sowie die Auszeichnung für die beste Filmmusik.
Je siebenmal für den Deutschen Filmpreis nominiert waren die Literaturverfilmungen Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke von Simon Verhoeven und Das Verschwinden des Josef Mengele von Kirill Serebrennikow. Verhoevens Film gewann Preise für Hauptdarstellerin Senta Berger, Nebendarsteller Michael Wittenborn und den Filmpreis in Bronze als drittbester Spielfilm.
Als besucherstärkster Film wurde vorab die Komödie Das Kanu des Manitu von Michael „Bully“ Herbig bekanntgegeben.
Im Vorfeld wurde Wim Wenders der Ehrenpreis zuerkannt. Bei vergangenen Verleihungen des Deutschen Filmpreises war er für seine Spielfilme Falsche Bewegung (1975), Der amerikanische Freund (1978) und Am Ende der Gewalt (1998) mit dem Regiepreis sowie 2011 für Pina mit dem Dokumentarfilm-Preis ausgezeichnet worden.Wim Wenders erhält den Ehrenpreis. In: deutscher-filmpreis.de (abgerufen am 31. März 2026). Auch hatte Wenders die Wettbewerbsjury der Berlinale 2026 geleitet.
Als Moderator wurde wie im Vorjahr Christian Friedel verpflichtet. Der deutsche Schauspieler, Musiker und Regisseur trat während der Veranstaltung auch mit seiner Band Woods of Birnam auf. Die Preisverleihung wurde als Livestream in der ARD Mediathek sowie zeitversetzt im Ersten übertragen.Christian Friedel moderiert den Deutschen Filmpreis 2026. In: deutscher-filmpreis.de (abgerufen am 31. März 2026). Aufgrund eines technischen Problems mit einer Leinwand wurde die Verleihung zeitweise unterbrochen.Deutscher Filmpreis vorübergehend unterbrochen. In: focus.de, 29. Mai 2026 (abgerufen am 29. Mai 2026).
Preisträger und Nominierungen Bester Spielfilm Auszeichnung Filmtitel Produktion Filmpreis in Gold In die Sonne schauen Maren Schmitt, Lucas Schmidt und Lasse Scharpen Filmpreis in Silber Gelbe Briefe Ingo Fliess Filmpreis in Bronze Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Janine Jackowski, Jonas Dornbach und Maren Ade außerdem nominiert: 22 Bahnen – Produktion: Anna-Malike Eigl, Thomas Wöbke und Philipp Trauer Amrum – Produktion: Fatih Akin und Herman Weigel Das Verschwinden des Josef Mengele – Produktion: Felix von Boehm
Bester Dokumentarfilm Siri Hustvedt – Dance Around the Self – Produktion: Irene Höfer, Regie: Sabine Lidl nominiert: Im Prinzip Familie – Produktion: Britta Strampe und Laura Klippel, Regie: Daniel Abma Soldaten des Lichts – Produktion: Karoline Henkel, Jasper Mielke und Arto Sebastian, Regie: Julian Vogel und Johannes Büttner
Bester Kinderfilm Zirkuskind – Produktion: Katharina Bergfeld und Martin Heisler nominiert: Das geheime Stockwerk – Produktion: Norbert Lechner, Alexander Dumreicher-Ivanceanu und Bady Minck
Beste Regie Mascha Schilinski – In die Sonne schauen nominiert: İlker Çatak – Gelbe Briefe Simon Verhoeven – Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Bestes Drehbuch Mascha Schilinski und Louise Peter – In die Sonne schauen nominiert: İlker Çatak, Ayda Meryem Çatak und Enis Köstepen – Gelbe Briefe Simon Verhoeven – Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke
Beste weibliche Hauptrolle Senta Berger – Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke nominiert: Özgü Namal – Gelbe Briefe Luna Wedler – 22 Bahnen
Beste männliche Hauptrolle August Diehl – Das Verschwinden des Josef Mengele nominiert: Bruno Alexander – Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Tansu Biçer – Gelbe Briefe
Beste weibliche Nebenrolle Lena Urzendowsky – In die Sonne schauen nominiert: Claudia Geisler-Bading – In die Sonne schauen Laura Tonke – 22 Bahnen
Beste männliche Nebenrolle Michael Wittenborn – Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke nominiert: Leonard Kunz – Der Tiger Peter Kurth – Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße Thorsten Merten – Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße Jannis Niewöhner – 22 Bahnen
Beste Kamera/Bildgestaltung Fabian Gamper – In die Sonne schauen nominiert: Judith Kaufmann – Gelbe Briefe Karl Walter Lindenlaub – Amrum Vladislav Opelyants – Das Verschwinden des Josef Mengele
Bester Schnitt Evelyn Rack – In die Sonne schauen nominiert: Maxine Goedicke – Siri Hustvedt – Dance Around the Self Gesa Jäger – Gelbe Briefe
Beste Tongestaltung Claudio Demel, Billie Mind, Kai Tebbel, Sebastian Heyser und Jürgen Schulz – In die Sonne schauen nominiert: David Almeida-Ribeiro, Olivier Touche und Olivier Goinard – Das Verschwinden des Josef Mengele Jacques Kieffer, Tobias Koch und Bertin Molz – Sie glauben an Engel, Herr Drowak? Eckhard Kuchenbecker, Dominik Schleier, Nico Krebs, Christoph Merkele und Hanse Warns – Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Joern Martens, Tobias Fleig, Corinna Fleig und Richard Borowski – Amrum
Beste Filmmusik Marvin Miller – Gelbe Briefe nominiert: Lorenz Dangel – Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße Dascha Dauenhauer – 22 Bahnen Stefan Götsch alias Hainbach – Amrum
Bestes Szenenbild Cosima Vellenzer (Szenenbild) und Maike Kiefer (Set Dec) – In die Sonne schauen nominiert: Zazie Knepper – Gelbe Briefe Vladislav Ogay – Das Verschwinden des Josef Mengele
Bestes Kostümbild Sabrina Krämer – In die Sonne schauen nominiert: Tatiana Dolmatovskaya – Das Verschwinden des Josef Mengele Birgit Missal – Amrum
Bestes Maskenbild Anne-Marie Walther und Irina Schwarz – In die Sonne schauen nominiert: Maike Heinlein – Amrum Mariia Tutukina – Das Verschwinden des Josef Mengele
Beste visuelle Effekte Michael Wortmann und Frank Schlegel – Momo nominiert: Tomer Eshed, Dennis Rettkowski und Frank Kaminski – Die Schule der magischen Tiere 4 Max Riess und Mona Mohr – Woodwalkers 2
Besucherstärkster Film Das Kanu des Manitu – Michael „Bully“ Herbig
Bernd Eichinger Preis Thomas Wöbke und Philipp Trauer, Filmproduzenten
Ehrenpreis Wim Wenders, deutscher Filmemacher und Fotograf
Laudatoren Chronologische Reihenfolge der Programmpunkte und auftretenden Laudatoren beziehungsweise Künstler:
Programmpunkt Laudatoren/Künstler Eröffnungsdarbietung Christian Friedel, musikalische Darbietung: Christian Friedel, Lary und die Band Woods of Birnam Weibliche Nebenrolle Senta Berger und Michael Wittenborn Kostümbild Mala Emde Maskenbild Christian Friedel Visuelle Effekte Michael Klammer Besucherstärkster Film Christian Friedel und Kinozuschauer Filmmusik Louis Philippson Männliche Nebenrolle Edin Hasanović Ehrenpreis Florian Gallenberger, künstlerische Darbietung: Christian Friedel, Lary und Cristiana Morganti Szenenbild Doris Dörrie Kamera/Bildgestaltung Christiane Paul Im Memoriam Sophie Auster mit dem Song Blue Team, musikalisch begleitet von Cristian Friedel Schnitt Andrea Sawatzki und Christian Berkel Kinderfilm Detlev Buck Weibliche Hauptrolle Ingo Fliess, Mia Maariel Meyer und Simon Verhoeven Tongestaltung Gisa Flake Bernd Eichinger Preis Katja und Nina Eichinger Männliche Hauptrolle Leander Haußmann Drehbuch Maria Schrader Dokumentarfilm Collien Monica Fernandes Regie Tricia Tuttle Spielfilm Florian Gallenberger, Vicky Krieps und Wolfram Weimer
In Memoriam Wie bei vorherigen Verleihungen gedachte die Deutsche Filmakademie auch wieder ihrer im Verlauf des vorigen Jahres verstorbenen Mitglieder. Erinnert wurde an:
Horst Krause Alexander Kluge Wolfgang Richter Helga Bähr Martin Seifert Michel Bergmann Angelica Domröse Arne Birkenstock Günther Maria Halmer Helga Borsche Rolf Becker Peter Schneider Alexander Held Wanda Perdelwitz Georg Stefan Troller Felix Eitner Uljana Havemann Bob Arnold Udo Kier Joachim „Aki“ Birr Peter Sattmann Gudrun Schretzmeier Hubert Bartholomae Uwe Kockisch Stefaan Schieder Klaus Doldinger Monika Hansen Arthur Cohn Dieter Wiedemann Rosa von Praunheim Luna Jordan Hark Bohm Mario Adorf
Statistik Die erfolgreichsten Filme im Überblick, mit mindestens zwei Nominierungen (exkl. Jury- oder Publikumspreise):
Film N A In die Sonne schauen 11 10 Gelbe Briefeinkl. Filmpreis in Silber 9 2 Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lückeinkl. Filmpreis in Bronze 7 3 Das Verschwinden des Josef Mengele 7 1 Amrum 6 0 22 Bahnen 5 0 Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße 3 0 Siri Hustvedt – Dance Around the Self 2 1 Anm:
Weblinks Offizielle Website des Deutschen Filmpreises
Einzelnachweise
#2026 Kategorie:Filmpreisverleihung in Berlin Kategorie:Filmjahr 2026 Kategorie:Preisverleihung 2026 Kategorie:Palais am Funkturm