Erich Zittra  (* 1915 in Marchegg; † 1980 in Maria Gugging) war ein österreichischer Zeichner, Vertreter der ersten Generation der Gugginger Künstler und Vertreter der Art brut.

Leben und Wirken Erich Zittra wuchs bei seiner Mutter auf, die eine kleine Landwirtschaft betrieb. Er hatte weder Lesen noch Schreiben gelernt und konnte nur andeutungsweise seinen Namen schreiben. 1966 wurde er in das psychiatrische Krankenhaus in Maria Gugging eingewiesen.

Zittra begann erst im fortgeschrittenen Alter auf Anregung des Psychiaters Leo Navratil zu zeichnen, meist mit Bleistift und Farbstiften auf Papier und Packpapier. Im Zentrum seiner Motive standen Häuser, Kirchen und Tiere. Die Motive sind allerdings größtenteils nicht mehr zu erkennen, da Zittra sie mit zahlreichen Strichen in verschiedenen Farben überlagerte. Dadurch entstanden dichte, oft vielfarbige und ungegenständliche, abstrakte Zeichnungen.

Erich Zittra starb 1980, nach einem Schlaganfall in seinem 65. Lebensjahr.

Seine Arbeiten finden sich in den Landessammlungen Niederösterreich und der Sammlung Helmut Zambo.

Ausstellungsbeteiligungen

1972: Pareidolien 2. Galerie nächst St. Stephan, Wien, Österreich. 1973: Galerie Seebacher, Nüziders bei Bludenz, Österreich. 1975: Der Himmel Elleno – Zustandsgebundene Kunst. Kulturhaus der Stadt Graz, Graz, Österreich. 1976: Der Himmel Elleno – Zustandsgebundene Kunst. Neue Galerie der Stadt Linz, Österreich. 2017: Psycho Drawing. Art brut und die 60er und 70er in Österreich. Lentos Kunstmuseum Linz. 2022: Das Tier in Dir. Kreaturen aus (und außerhalb) der mumok Sammlung. Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien.

Literatur

Leo Navratil: Die Künstler aus Gugging. Medusa, Wien/Berlin 1983, ISBN 3-85446-080-5, S. 391–396.

Siehe auch

Art/Brut Center Gugging

Einzelnachweise

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