Der Lessing-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg wurde 1929 anlässlich der 200. Wiederkehr des Geburtstages (22. Januar 1729) des Dichters Gotthold Ephraim Lessing gestiftet und 1930 erstmals verliehen. Seit 1977 wird der Preis alle vier Jahre vergeben.
Es gibt in der Regel einen Hauptpreisträger, der als Preissumme 20.000 Euro erhält, und einen oder mehrere Stipendiaten, die bis zu 10.000 Euro erhalten können. Als Hauptpreisträger, die laut Satzung dem deutschen Kulturkreis angehören sollen, werden Dichter, Schriftsteller oder Gelehrte ausgewählt, deren Werke und Wirken unter dem hohen Anspruch, den der Namensgeber des Preises setzt, Auszeichnung verdienen. Die Stipendiaten (S) sollten in Hamburg ansässig sein oder auf deutliche Weise zu Hamburg oder seinem geistigkünstlerischen Leben in Beziehung stehen.
Preisträger, Stipendiaten 1930: Friedrich Gundolf 1933: Preisverleihung verschoben auf 1934 1934: Friedrich Griese und Konrad Beste 1937: keine Preisverleihung, da Hans Grimm, Hans Franck und Paul Schurek von der Reichsschrifttumskammer abgelehnt wurden 1938: Andreas Heusler 1940: keine Preisverleihung „wegen hoher Kriegskosten“ 1942: Hermann Claudius 1944: Fritz Schumacher 1947: Rudolf Alexander Schröder 1950: Ernst Robert Curtius 1953: Wilhelm Lehmann und Albrecht Goes, Siegfried Lenz (S), Kurt H. Hansen (S) 1956: Hans Henny Jahnn, Monika George (S), Hartmut Grund (S), Helmut Heissenbüttel (S), Gerd Oelschlegel (S) 1959: Hannah Arendt, Heinz Albers (S), Mattias Braun (S) 1962: Werner Haftmann, Carl Guesmer – Förderpreis, Peter Hamm (S) 1965: Peter Weiss, Peter Bichsel (S) 1968: Walter Jens, Hans-Jürgen Fröhlich (S) 1971: Max Horkheimer, Walter Kempowski (S) 1974: Gustav Heinemann, Gerd Fuchs (S) 1977: Jean Améry, Thomas Brasch (S) 1981: Rolf Hochhuth, Agnes Heller, Dorothee Sölle (S), Michael Holzer (S) 1985: Hartmut von Hentig, Suleyman Avci (S), Vu-An Truong (S), Ralph Große-Kleinmann (S) 1989: Alexander Kluge, Norbert Wehr (S) 1993: Raymond Klibansky, Yōko Tawada (S) 1997: Jan Philipp Reemtsma, Regula Venske (S) 2001: Botho Strauß, Peter Kümmel (S) 2005: Karl Schlögel, Héctor Wittwer (S) 2009: Klaus Harpprecht, Jan Wagner (S) 2013: Wolfgang Schivelbusch, Finn-Ole Heinrich (S) 2017: Juliane Rebentisch, Nino Haratischwili (S) 2021: Uwe Timm, Birgit Weyhe (S) 2025: Judith Schalansky, Anja Kampmann (S)Pressemitteilung vom 21. November 2025 auf hamburg.de
Einzelnachweise
Weblinks Lessing-Preis bei hamburg.de literaturport.de zum Preis
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Kategorie:Literaturpreis (Hamburg) Kategorie:Lessing-Preis Kategorie:Erstverleihung 1930