mini|Lainecker Kirche von 1972 Die evangelisch-lutherische Epiphaniaskirche steht in Laineck, einem Stadtteil von Bayreuth.

Geschichte Der Stadtteil Laineck wurde ursprünglich seelsorgerisch von St. Johannis aus versorgt und dem jeweiligen Vikar zugeordnet. Um zukünftig den Kirchgängern den Weg zur Pfarrkirche zu ersparen, wurde ein Kirchenbauverein gegründet, mit dem Ziel ein eigenes Kirchengebäude vor Ort zu errichten. Als Grundstück diente eine Sumpfwiese eines Brachlandes aus dem Besitz der Kirche, welches durch Auffüllung mit Schutt aus dem nahegelegenen Autobahnbau bautechnisch nutzbar gemacht wurde.

Auf dem so befestigten Untergrund wurde ein Notgemeindehaus errichtet und am 11. Juni 1972 als Lainecker Kirche eingeweiht. 1973 wurde eine sechsregistrige Orgel eingebaut, welche die Leihorgel der Landeskirche ersetzte. 1974 wurde der prägnante Turm erbaut. 1975 wurde die Gemeinde zur eigenständigen Gemeinde erhoben. Am 4. März 1976 wurden vier Glocken durch die Firma Rincker gegossen und sechs Wochen später im Turm installiert. 1989 wurde zur Vergrößerung der Räumlichkeiten ein Erweiterungsbau als Gemeindezentrum errichtet. Durch Brandstiftung entstand am 23. März 1977 ein Schwelbrand, der bald von selbst erlosch und nur einen geringen Schaden verursachte, welcher schnell beseitigt werden konnte. Situationsbedingt wurde noch ein Notpfarrhaus auf dem Grundstück gebaut.Geschichte der Kirche in der Predigt von Pfarrer Geyer im Jahr 2017, abgerufen am 26. März 2026 (PDF).Festschrift zum 10-jährigen Jubiläum, abgerufen am 26. März 2026 (PDF).

Der mit einfachen Mitteln errichtete Baukörper wurde 2006 als nicht renovierungsfähig eingestuft. Daher wurden Überlegungen zu einem Neubau angestellt. 2011 wurde erneut ein Kirchenbauverein gegründet. 2023 genehmigte die Landeskirche ein neues multifunktionales Gemeindezentrum, welches daraufhin von Christoph Gatz neben der alten Kirche geplant und gestaltet wurde. Der fertiggestellte Baukörper wurde am Epiphaniasfest, den 6. Januar 2026, eingeweiht und als Epiphaniaskirche benannt. Unverändert erhalten blieb der ortsbildprägende Turm.

Baubeschreibung Der Kirchenraum bietet Platz für etwa 160 Gottesdienstbesucher. An den Kirchenraum schließt sich ein Foyer an, welches den Zugang zu den Funktionsräumen ermöglicht. Die Kirche ist ein moderner, lichtdurchfluteter Neubau mit Verglasungen rundum und einer verglasten Dachöffnung im Altarbereich, die dem Raum eine luftige oder gar schwebende Wirkung verleiht. Ein dunkel gehaltenes Kreuz mit den Farben des Kirchenjahres wirkt zu dem hellen Kirchenraum prägnant. Altar, Ambo und Taufstein sind in Weiß gehalten. Die hell gebeizten Stühle stehen auf einem Boden, welcher mit weißem Kautschuk belegt ist. Die Gestaltung des Innenraumes greift somit die Lichtsymbolik des Epiphaniasfestes auf.Sandra Blaß-Frisch: Einweihung der Ephiphaniaskirche in Laineck: Ein Traum wird Wirklichkeit. In: Gottesdienst und Kirchenmusik, Strube, München 2026, . Ausgabe 2, S. 11 ff.

Das alte Gebäude wurde entwidmet und soll abgebrochen werden. Die Prinzipalien wurden mit einem Sammeltransport von Space-Eye nach Charkiw verbracht.Vor 50 Jahren. Turm für evangelisches Gemeindezentrum Laineck in: Nordbayerischer Kurier vom 4. Dezember 2023, S. 10.

Glocken In dem erhaltenen Turm von 1973Einziger Kirchen-Neubau Bayerns bald fertig in: Nordbayerischer Kurier vom 26. November 2025, S. 9. hängen vier Glocken mit einem Gesamtgewicht von 495 kg, benannt nach den vier Evangelisten. Jede Glocke ist künstlerisch mit dem jeweiligen Symbol des Evangelisten verziert.

Glocke Name Schlagton 1 Matthäusglocke d2 2 Markusglocke f2 3 Lukasglocke g2 4 Johannesglocke a2

Weblinks

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Einzelnachweise

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