miniatur|Alexanderplatz mit Kurze Straße (Querstraße unten links), um 1930 Die Kurze Straße war eine Straße in Berlin-Mitte von 1690 bis 1963.
Lage miniatur|Alexanderplatz 1804 Die Kurze Straße lag östlich des Alexanderplatzes und parallel zur Alexanderstraße. Sie verlief von der Landsberger Straße in südlicher Richtung vorbei an der Elisabethstraße (östlich) und einem Durchgang zur Alexanderstraße (westlich) bis zur Kaiserstraße. Der nördliche Teil gehörte zur Königsstadt, der südliche zur Stralauer Vorstadt, die gesamte Straße ab 1920 zu Berlin-Mitte.
Sie verlief etwa von dem südöstlichen Ende des Hauses der Statistik an der Karl-Marx-Allee bis zum östlichen Teil der Kongresshalle.
Geschichte Die Kurze Straße wurde 1690 mit der angrenzenden Elisabethstraße und der Kaiserstraße dicht vor der Berliner Festungsmauer in der Nähe des Georgentores projektiert.Ernst Fidicin, Berlin historisch und topographisch dargestellt, Berlin 1852, S. 104 1723 standen dort einige Häuser, 1799 war sie fast vollständig bebaut.Dusableau-Plan von 1723 (unten links, gesüdet), erster detaillierter Straßenplan der nordöstlichen Vorstädte, mit Kurze Strasse , erstes Straßenverzeichnis von Berlin Im 19. und frühen 20. Jahrhundert war sie eine gefragte Wohn- und Geschäftsadresse in der Nähe des Alexanderplatzes. Von 1908 bis 1921 fuhren dort Straßenbahnen von der Landsberger Allee weiter zur Elisabethstraße.Landsberger Allee Berliner Straßenbahnen, mit Zeitraum der Streckenführung (rechts) Ernst Uetrecht (Hrsg.), Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reiches, 5. Auflage, Band 1, Leipzig 1902, Tafel II nach S. 146
Von 1943 bis 1945 wurden alle Gebäude beschädigt oder zerstört. In den folgenden Jahren wurden die Gebäudereste vollständig beseitigt und in deren Umfeld das Haus des Lehrers, die Kongresshalle und der südwestlichste Neubaublock der Karl-Marx-Allee errichtet. 1963 wurde der Straßenname offiziell aufgehoben.Kurze Kurze Straße Berlingeschichte
Gebäude In der Kurzen Straße gab es Wohn- und Geschäftshäuser., auch andere Jahre Die Nummerierung verlief von der Landsberger Straße auf der westlichen Straßenseite bis zur Kaiserstraße und auf der gegenüberliegenden Seite wieder zurück, in Hufeisenform. Es gab 20 Hausnummern, von denen einige allerdings zu Gebäuden der anliegenden Straßen gehörten oder nicht bebaut waren. Nr. 2 Pfarr- und Gemeindehaus der St. Georgen-Gemeinde, vor 1799–nach 1944 Nr. 3–5 Rückseite des Hauses des Berliner Lehrervereins, von der Alexanderstraße, 1908–1944, dort befanden sich das Verwaltungsgebäude des Lehrervereins, interne Übernachtungsmöglichkeiten und ein großer Versammlungssaal, in dem unter anderem 1919 die Trauerfeier für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg und 1920 der Vereinigungsparteitag von USPD und SPD stattfanden Nr. 15 Hotel Wiener Hof Nr. 16 Wohnheim der Domgemeinde für ältere Frauen Nr. 17 Hotel Berliner Hof, mit weiteren Nutzungen
Literatur Horst Fritsche et al.: Die Namen der aktuellen und historischen Straßen und Plätze in Berlin-Mitte. Edition Luisenstadt, Berlin 2002. S. 215, mit kurzen Angaben
Weblinks Kurze Straße Luisenstädtischer Bildungsverein, nach Straßennamenbuch
Einzelnachweise
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