Hans Jörn Braun (* 6. Mai 1934 in Berlin; † 7. August 2021 in Hamburg) war ein deutscher Mediziner, Stiftungsgründer und Hochschullehrer.
Leben Hans Jörn Brauns Großvater war Mediziner, sein Vater lehrte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn am Institut für Pflanzenkrankheiten. In Bonn studierte Hans Jörn Braun Medizin und promovierte dort 1961. Anschließend ging er nach Tübingen, wo er 1969 habilitiert wurde.Misha Leushen: Ich bin immer im Aufbruch, Hamburger Abendblatt vom 21. November 2006, abgerufen am 22. März 2026
mini|hochkant=0.6|Grabstätte auf dem Friedhof Volksdorf 1978 wechselte Braun an das Hamburger Amalie Sieveking Krankenhaus im Stadtteil Volksdorf. Dort wirkte der Spezialist für Blut- und Tumorerkrankungen bis 1999 als Chefarzt und ärztlicher Direktor und lehrte an der Universität Hamburg. Im Ruhestand widmete er sich umfangreich der Krankenhausseelsorge. 2001 gründete Braun die Stiftung „Zukunft Evangelisches Amalie Sieveking Krankenhaus in den Walddörfern“, 2005 folgte mit „Zukunft Evangelische Krankenhausseelsorge in Hamburg“ eine zweite Stiftung, die die Finanzierung der Ausbildung von Krankenhausseelsorgern zum Zweck hat. Braun saß bis 2020 selbst im Vorstand.Pressemitteilung des Amalie Sieveking Krankenhauses vom 14. August 2021, abgerufen am 22. März 2026
Ebenfalls 2001 hatte Braun eine weitere Stiftung gegründet, die „Zukunft Kirche in Volksdorf“.Mitteilung der Stiftung Zukunft Kirche in Volksdorf, abgerufen am 22. März 2026 Ferner gehörte er zeitweilig dem Vorstand der Hochschule für Musik und Theater Hamburg an und unterstützte finanziell kulturelle Einrichtungen in der Hansestadt wie die Elbphilharmonie und das Koralle Kino.
Hans Jörn Braun war mit Johanne Sibylle geb. Barth (1940–2013) verheiratet, die ebenfalls Medizinerin war. Das Paar hatte drei Töchter und lebte seit 2010 in einer Seniorenresidenz nahe dem Amalie Sieveking Krankenhaus. Beide ruhen auf dem Friedhof Volksdorf.
Veröffentlichungen 1961: Die Nierenbeteiligung beim entzündlichen Rheumatismus im Vergleich zu renalen Komplikationen bei verwandten Erkrankungen aus der Gruppe der sogenannten „Kollagenkrankheiten“ (Dissertationsschrift) 1969: Pathophysiologische und klinische Bedeutung des Haptoglobins und Hämopexins im menschlichen Serum (Habilitationsschrift)
Weblinks
Vorstand der HfMT Spenderliste der Elbphilharmonie
Einzelnachweise
Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg) Kategorie:Stifter Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2021 Kategorie:Mann Kategorie:Hämatologe