miniatur|Berlin, mit Kleiner Frankfurter Straße (oben links) Die Kleine Frankfurter Straße war eine Straße in Berlin-Mitte bis 1967.
Lage Die Kleine Frankfurter Straße verlief von der Großen Frankfurter Straße (an der Kreuzung zur Kaiserstraße) in nordnordwestlicher Richtung durch die Elisabethstraße bis zur Landsberger Straße. Der nördliche Teil lag in der Königsstadt und der südliche Teil südlich der Elisabethstraße in der Stralauer Vorstadt. Fast alle Gebäude gehörten ab 1920 zu Berlin-Mitte, nur die Nr. 11 und 12 (an der östlichen Kreuzung zur Landsberger Straße) zu Berlin-Friedrichshain., mit regionalen Zuordnungen unter der Straßennamen-Überschrift
Die Kleine Frankfurter Straße verlief etwa vom jetzigen Kino International an der Karl-Marx-Allee quer durch das Neubaugebiet, westlich vorbei am jetzigen Rathaus Mitte und endete bald danach.Kleine Frankfurter Straße Berlin-Geschichte, bezeichnete den Beginn am Kino International, (das Rathaus Mitte steht auf dem Gelände des früheren Königstädtischen Gymnasiums und nahe der angrenzenden Gemeindeschule an der Kleinen Frankfurter Straße)
Geschichte Die Straße war zunächst ein nicht extra benannter Teil der Frankfurter Straße, die von Friedrichsfelde bis zur Landsberger Straße und dann weiter bis zum Georgentor (Königstor) an der Berliner Stadtbegrenzung führte. Ihr abweichender Verlauf wurde wahrscheinlich um 1690 bei der beginnenden Erschließung. dieses Gebietes festgelegt.Karte von 1698 (unten links, gesüdet), ist der Straßenverlauf bereits eingezzeichnet (wie auch die rechtwinklig verlaufende Baumgasse/Elisabethstraße und Sandgasse/Kaiserstraße), Kurfürst Friedrich Wilhelm hatte 1680 eine erste Bebauungsplanung in einigen Bereichen der Königsstadt angeordnet (der ursprüngliche Verlauf der Frankfurter Straße war davor möglicherweise einfach geradeaus verlaufen, ohne den Abzweig nach Norden) 1723 war sie bereits bebaut. Dusableau-Plan von 1723 (unten links, gesüdet), noch allgemein als Frankfurter Straße (mit dem gesamten allgemeinen Straßenverlauf) bezeichnet bezeichnet, erster Plan mit Straßen der nordöstlichen Vorstädte von Berlin Ab etwa 1775 trug sie einen eigenen Namen, zunächst Landsberger Queer-Gasse und 1799 Kleine Frankfurter Straße.Friedrich Nicolai, Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam, 1786, als Landsberger Queer-Gasse; auch Oesfeld-Plan von 1778 (oben rechts), bezeichnete erstmals eine Große Frankfurter Straße, die Kleine ist im Plan mit einer gesonderten Nummer versehen (deren Erklärung digital nicht vorhanden ist); vorher hatte Rhode 1772 noch eine (allgemeine) Frankfurter Straße benannt , erstes e erstes Straßenverzeichnis von Berlin Sie wurde zu einer kleinen Wohn- und Geschäftsstraße.
mini|hochkant=1.4|Sicht 1967 entlang der aufgelösten Kleinen Frankfurter Straße von der Karl-Marx-Allee aus in Richtung der Altbauten der aufgelösten Landsberger Straße Von 1943 bis 1945 wurden die Gebäude durch Kriegseinwirkungen schwer beschädigt oder zerstört und in den folgenden Jahren abgerissen. Bei der Neuanlage des Gebietes nördlich der Karl-Marx-Allee wurde sie mit Neubauten überbaut. Um 1967 wurde ihr Straßenname aufgehoben.Horst Fritsche, Die Namen der aktuellen und historischen Straßen und Plätze in Berlin-Mitte, 2002, S. 192
Gebäude und Bewohner In der Kleinen Frankfurter Straße wohnten vor allem Handwerker, Angestellte, Kaufleute und weitere kleine Gewerbetreibende., auch andere Jahre Die Nummerierung verlief von der Großen Frankfurter Straße auf der östlichen Straßenseite bis zur Landsberger Straße und auf der anderen Seite wieder zurück, in Hufeisenform. Nr. 1/2 Betriebshof der Neuen Berliner Pferdebahn, 1878–1913 Nr. 6 5. Städtische Gemeindeschule, 1927 (auf dem Gelände des Königstädtischen Gymnasiums)
Literatur Horst Fritsche: Die Namen der aktuellen und historischen Straßen und Plätze in Berlin-Mitte. Edition Luisenstadt, Berlin 2002. S. 192
Weblinks Kleine Frankfurter Straße Berlin-Geschichte, Luisenstädtischer Bildungsverein, nach Straßennamenbuch
Einzelnachweise
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