Melanie Jame Wolf (* 1975Melanie Jame Wolf. In: Schirn Mag. Abgerufen am 24. März 2026. in Launceston, Tasmanien) ist eine australische Performance- und Medienkünstlerin sowie Choreografin. In ihren Arbeiten befasst sie sich mit Macht, Persona, Pop, Humor und den Ökonomien des Showbusiness.

Leben und Wirken Wolf arbeitete acht Jahre lang als Stripperin in Melbourne. Sie lebt und arbeitet seit 2011 in Berlin. Sie arbeitet unter dem Produktionslabel Savage Amusement und bezieht ihr Material aus kapitalistischen Tauschökonomien sowie aus jenen Bereichen, in denen Kultur, Moral, Gefühle und Sexualität ineinandergreifen. In der autobiografisch grundierten Arbeit Mira Fuchs verarbeitete sie Erfahrungen aus der Sexarbeit zu einer Auseinandersetzung mit Sexualität, Feminismus, Intimität und Bühne. In Highness setzte sie sich 2017 gemeinsam mit Sam Smith mit Formen „königlicher“ Weiblichkeit auseinander, von historischen Figuren über Pop-Queens bis hin zu Drag Queens. Die in den Berliner Sophiensälen gezeigte Arbeit Tonight zerlegte 2019 popmusikalische Versprechen von Utopie und Erlösung und las sie als verführerische, zugleich destruktive Ökonomie des Begehrens. Mit der Ausstellung The Creep weitete sie ihre Praxis 2023 erneut in den Ausstellungsraum aus; die als bislang größte Solopräsentation beschriebene Arbeit enthielt Film, Textil, Skulptur und Performance und befasst sich mit schleichender, struktureller Gewalt. Im Jahr 2026 rückte sie in Finite Jest die Grenze in den Mittelpunkt, an der Humor angesichts von Krankheit und Tod kippt; Ausgangspunkt der Performance war eine Brustkrebsdiagnose.

Einzelnachweise

Kategorie:Medienkünstler (Australien) Kategorie:Performancekünstler (Australien) Kategorie:Choreograf Kategorie:Australier Kategorie:Geboren 1975 Kategorie:Frau