Martina Wolf (* 1967 oder 1971 in Wurzen, Sachsen) ist eine deutsche Fotografin, Video- und Installationskünstlerin.
Leben und Werk Martina Wolf studierte ab 1997 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden in der Projektklasse für Neue Medien von Lutz Dammbeck. Nach dem Diplom 2002 wurde sie zur Meisterschülerin ernannt und beendete ihr Studium 2005. Schon während des Studiums erhielt Wolf mehrere Stipendien, darunter 2003 ein DAAD-Stipendium für die Beaux-Arts de Paris in Paris. Weitere Stipendien ermöglichten Martina Wolf Arbeitsaufenthalte in Algerien, Kasachstan, Moskau und in den USA.
2019 entstanden zwei Stillleben (Stille bewegte Bilder) als Videoarbeiten: Vier Zitronen: Vier Zitronen liegen auf einem Tisch und an einem sonnigen Tag wandern die Lichtfelder von drei Fenstern über den Tisch. Der Vorgang wird 240 Minuten lang auf Video aufgezeichnet. Drei Fenster, zwei Flaschen: An einem sonnigen Vormittag stehen zwei Wasserflaschen auf einem Tisch. Langsam und fast regelmäßig steigen Luftblasen in den Flaschen auf. Mit dem Sonnenverlauf verschieben sich Lichter und Schatten. Der Loop dauert 270 Minuten.
Ausstellungen Einzelausstellungen 2013: Less – Bunker, Schauraum Wiensowski & Harbord, Berlin (Projektleitung: B. Brunn, mit Charlotte Posenenske, Michael Reiter) 2014: ХОТЕЛИ КАК ЛУЧШЕ …, Oberfinanzdirektion, Frankfurt am Main 2015: Meno male che ora è tutto diverso, Kunstverein zu Rostock 2016: Reise nach Arglosen, Museum Bad Arolsen (mit Laura J. Padgett) 2017: Wall Works #3, Galerie Daniel Marzona, Berlin 2017: so, Victoria Bar, Berlin 2018: Einzigartig, Weißfrauenkirche, Frankfurt
Gruppenausstellung 2010: The king of the Forest – Playing the City 2, Schirn Kunsthalle Frankfurt, Frankfurt am Main 2012: dasselbe anders / immer dasselbe, Kunsthaus Wiesbaden, Wiesbaden 2013: jetzt hier, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden 2014: Update Postmemory – Internationale Videokunst, Motorenhalle Dresden 2015: Notes on the beginning of the short 20th century, Emil Filla Gallery, Ústí nad Labem 2016: Konzeptuelle Landschaften, Galerie Mathias Güntner, Hamburg 2017: Soft Architecture, Kunstsammlung Finstral, Friedberg, Augsburg 2018: Notes on the beginning of the short 20th century, Tel Aviv Artists House, Tel Aviv 2019: Trompe-l’œil, Galerie Mathias Güntner, Hamburg 2020: Implicit movement, Sofie va De Velde Gallery, Antwerpen
Arbeiten in Sammlungen Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Dresden Staatliches Zentrum für Gegenwartskunst, Moskau Städtische Galerie Dresden, Dresden Kunstsammlung der Dresdner Bank, jetzt: Commerzbank AG, Frankfurt am Main Ostsächsische Sparkasse Dresden, Dresden Hessisches Baumanagement, Frankfurt am Main Sammlung Finstral, Friedberg (Augsburg) Private Sammlungen in New York, Miami, Rotterdam, Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, Antwerpen
Auszeichnungen 2012: Rompreis Villa Massimo, Rom
Literatur Martina Wolf, Autorin: Martina Wolf, Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg, 2005, ISBN 978-3-9367-1173-8 Martina Wolf. Ausblicke auf Landschaften. (Abschlussausstellung Stipendium "dynamo.eintracht", November 2003 – Oktober 2004). Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Herausgeber: Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-9367-1173-8
Weblinks Website Martina Wolf
Einzelnachweise
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