Ramiro Castillo Salinas (* 27. März 1966 in Coripata; † 18. Oktober 1997 in La Paz) war ein bolivianischer Fußballspieler. Der offensive Mittelfeldspieler bestritt 56 Länderspiele und nahm an der Weltmeisterschaft 1994 teil.
Karriere Verein Ramiro Castillo, Spitzname „Chocolatín“, begann seine Karriere 1985 bei The Strongest und wechselte 1987 nach Argentinien, wo er einen Großteil seiner Karriere verbrachte. in Argentinien lief er unter anderem für die Argentinos Juniors, River Plate und Rosario Central auf. 1995 ging er zum chilenischen Klub Everton de Viña del Mar, bei dem er ein Jahr verbrachte, und kehrte anschließend in sein Heimatland zurück.
Nationalmannschaft Castillo debütierte im Juli 1989 für die Nationalmannschaft im Rahmen der Südamerikameisterschaft. Dort kam er sowohl bei der 0:3-Niederlage gegen Uruguay als auch beim 0:0-Unentschieden gegen Ecuador zum Einsatz. Bolivien schied wie auch bei den zwei folgenden Südamerikameisterschaften 1991 und 1993, bei denen Castillo alle vier bzw. drei Gruppenspiele bestritt, in der Gruppenphase aus. Castillo stand im Kader für die Weltmeisterschaft 1994 in den USA und wurde im dritten Gruppenspiel gegen Spanien für Vladimir Soria eingewechselt. Bolivien schied in der Gruppenphase mit einem Unentschieden und zwei Niederlagen als Tabellenletzter aus. Bei der Copa América 1997 im eigenen Land erzielte Bolivien das beste Ergebnis bei einer Südamerikameisterschaft seit dem Titelgewinn 1963. Nach drei Siegen in der Vorrunde gewann Bolivien gegen Kolumbien und Mexiko. Erst im Finale gegen Brasilien verlor das Team um Castillo, der vier Turnierspiele bestritt. Castillo bestritt fünf der sechs Spiele für sein Team und erzielte beim 3:1-Halbfinalsieg gegen Mexiko den 2:1-Führungstreffer. Nur wenige Tage vor seinem Tod absolvierte er in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1998 bei der 0:1-Niederlage gegen Ecuador sein letztes Länderspiel. Insgesamt kam er 56-mal im Nationalteam zum Einsatz und erzielte dabei fünf Tore.
Erfolge The Strongest Bolivianischer Meister: 1986, 1993
Bolívar Bolivianischer Meister: 1997
Tod Nach dem Tod seines Sohnes im Juni 1997, der im Alter von sieben Jahren an einer fulminanten Hepatitis starb, litt Castillo an einer Depression. Rund vier Monate nach dem Tod seines Sohnes beging er Suizid.
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Einzelnachweise
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