Wendemark war eine wüst gefallene Feldmark im Raum Jüterbog, deren Lage westlich der Försterei Riesdorferheide vermutet wird.Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 524.

Geografische Lage Die Wendemark erschien 1734 neben der Feldmark von Fröhden und stieß dort an die wüste Feldmark Zippelsdorf. Auf der Schulenburg-Karte von 1778/1786 liegt die Wende Mark nordwestlich von Schlenzer, nördlich davon drei kleine Teiche. Auf dem Messtischblatt 2247 Schlenzer von 1902/27–28 finden sich der Wende Pfuhl und der kleine Wende Pfuhl westlich des Forsthauses Riesdorferheide. Möglicherweise bestand ein Zusammenhang mit der später ebenfalls wüst gewordenen Feldmark Dalem.

Geschichte Die ältesten Nennungen stammen von 1368 (Item in Wendemarke) und 1447 (vf der wintmarcke). Besitz- und Nutzungsrechte waren mehrfach geteilt. Seit vor 1584 lag ein größerer Teil der Feldmark beim Gut Riesdorf, doch erhob auch Fröhden Ansprüche. Zwischen 1368 und nach 1383 besaßen die von Zeuden, Richter bzw. Bürger in Jüterbog, Hebungen von jährlich 40 Scheffel Roggen und 40 Scheffel Hafer. Dieser Anteil fiel später an den Landesherrn bzw. das Amt. Bis 1447 besaß die Familie Römer, Bürger zu Jüterbog, Rechte an der Feldmark. Von 1447 bis 1484 folgten die von Staupitz, anschließend 1484–1487 der Magdeburger Domherr von Schlieben. Deren Hebungen betrafen zwei bis drei Hufen, die je vier Scheffel Roggen, drei Scheffel Hafer und Geldzahlungen zu leisten hatten. Auch diese Anteile gingen später an den Landesherrn bzw. das Amt über. Bereits 1368 galt die Wendemark als wüste Feldmark und wurde unter Riesdorf geführt. 1492 besaß eine Zweidorfhufer zu Fröhden eine Hufe in der Wendemark. 1686 wurde erwähnt, dass die Sandhufen der Wendemark bei Riesdorf lägen, nicht im Hufenschlag, und niemals besteuert worden seien. Zu dieser Zeit war die wüste Feldmark in die Feldmarken von Riesdorf und Fröhden aufgegangen und wurde nicht wieder besiedelt.

Literatur Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für Brandenburg Teil X Jüterbog-Luckenwalde. Erstauflage erschienen im Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1992, Verlag Klaus-D. Becker, Potsdam, 2011, ISBN 978-3-941919-87-7, S. 524 und 525.

Einzelnachweise

Kategorie:Wüstung im Landkreis Teltow-Fläming Kategorie:Ersterwähnung 1368 Kategorie:Geographie (Jüterbog)