Die Enttäuschung 5 ist ein Musikalbum der Formation Die Enttäuschung. Die 2008 entstandenen Aufnahmen erschienen 2009 auf Intakt Records.

Hintergrund Es handelt sich um das fünfte Album der Gruppe Die Enttäuschung, bestehend aus Axel Dörner (Trompete), Rudi Mahall (Bassklarinette), Jan Roder (Bass) und Uli Jenneßen (Schlagzeug). Das Quartett verschrieb sich zunächst ganz der Musik von Thelonious Monk. Erst deren dritte Aufnahme, eine LP, die ebenfalls den Titel Die Enttäuschung (Crouton, 2004) trug, enthielt Kompositionen der vier Musiker.

Titelliste Die Enttäuschung 5 (Intakt Records – Intakt CD 166) Rocket in the Pocket (Rudi Mahall) 4:29 Tja (Axel Dörner) 2:39 Uotenniw (Uli Jenneßen) 3:54 Wiener Schnitzel (Rudi Mahall) 2:48 Salty Dog (Jan Roder) 4:41 For Quarts Only (Uli Jenneßen) 4:24 Tinnef (Axel Dörner) 5:24 Tu es nicht (Uli Jenneßen) 3:21 Nasses Handtuch (Rudi Mahall) 4:03 Tatsächlich (Axel Dörner) 5:50 Rumba Brutal (Rudi Mahall) 4:48 Hopfen (Uli Jenneßen) 3:51 Schienenersatzverkehr (Rudi Mahall) 3:57 Bruno (Uli Jenneßen) 4:39

Rezeption mini|Rudi Mahall (2018) Nach Ansicht von Nic Jones, der das Album in All About Jazz rezensierte, sei es nur recht und billig, dass alle Mitglieder dieses Quartetts gleichermaßen gewürdigt werden, denn dies sei eine Gruppe, die das Individuum zugunsten der kollektiven Identität in den Hintergrund treten lasse. Angesichts der Besetzung – zwei Bläser, Bass und Schlagzeug – gebe es natürlich unzählige Vorläufer für Musik dieser Art. Die Gruppe beweise, dass sie sich dieser sehr wohl bewusst sei, doch inwieweit sie diese übertreffe, bleibe letztlich umstritten.

Mit seiner Entscheidung, sich auf die Bassklarinette zu konzentrieren, sei Rudi Mahall sich offensichtlich im Klaren darüber, dass es nur wenige individuelle Vorbilder auf dem Instrument gebe, so Nic Jones; er vermeide Vergleiche mit Eric Dolphy und Michel Pilz auf eine Weise, die nicht selbstbewusst wirke. Wenn er besinnlich werde, wie etwa in „Uotenniw“, tue er dies mit einer Anmut, zu der sein Sinn für Ökonomie nicht unwesentlich beitrage. Erst beim wiederholten Hören verblassten die Vergleiche mit dem klassischen Ornette-Coleman-Quartett. Die eigenartige Interpretation von „Tinnef“ sei eine Art Antithese zu Colemans einzigartigem Stück, besonders wenn Dörner in seinem Solo eine passable Imitation von jemandem liefere, der im halben Tempo spiele. Selbst wenn er auf bewährte Methoden zurückgreife, würden Spannung und Entspannung nicht so sehr untergraben, als vielmehr umgangen, als wären sie Hindernisse auf dem Weg zu einer grundlegender realisierbaren Art von Freiheit.

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Einzelnachweise

Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album 2009 Kategorie:Axel Dörner Kategorie:Rudi Mahall Kategorie:Jan Roder