Johann Hermann Maystetter (* um 1630 in Speyer; † 12. Februar 1704 in WienWien, St. Stephan, Sterbebuch 1704–1707, S. 341, Eintrag: „Der Woll Edl Gebohrne Herr Johann v. Meystetter, der R[ömisch] K[aiserlichen] M[ajestät] Reichs Hoff Rath“ etc.) war ein deutscher Jurist, Diplomat und Reichshofrat, Geheimer Rat des Fürstbischofs von Bamberg, Direktor des Provinzialgerichts und Gesandter zum Regensburger Reichstag.
Leben Der um 1630 in Speyer geborene lic. jur. Johann Hermann Maystetter war ein Sohn des Speyrer Juristen und Fiskaladvokaten am Reichskammergericht Johann Ulrich Maystetter (Meyestetter, Meistetter). Er studierte in Würzburg (1648), Löwen (dort 1655 Disputation) und Straßburg (1655). Danach fürstbischöflich-bambergischer Rat, nahm er 1673 als Gesandter des fränkischen Kreises am Assoziationstag in Dinkelsbühl teil.
1683 wurde er Reichshofrat und 1689 kurmainzischer Kanzler. Als bereits installierter Reichshofrat unterschrieb er am 24. Januar 1684 für den Landgrafen von Hessen-Kassel ein Defensivbündnis mit dem Kaiser. Von 1689 bis 1691 deputierter Rat des Kurfürsten von Mainz am kaiserlichen Hof und am Reichstag zu Regensburg, ging er 1691 wieder nach Wien, wurde 1691 kaiserlicher Gesandter am sächsisch-gothaischen Hof und begegnet 1692 als kaiserlicher Münzkommissar im Reich (Frankfurt am Main), von wo aus er dem Reichshofrat verschiedene Reichsstände wegen Vornahme von Münzverschlechterungen anzeigte.
Den Reichshofrat besuchte er zunächst bis zum September 1688 und dann erst wieder vom 16. Dezember 1694 bis Ende 1703. Bald darauf starb er.
Literatur
Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559–1806 (= Kommission für neuere Geschichte des ehemaligen Österreich ; 33), Wien 1942, S. 312f.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied des Reichshofrates Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert Kategorie:Gestorben 1704 Kategorie:Mann