Heinrich Josef Gustav Sametzki (* 1796; † nach 1865) war ein hochrangiger preußischer Finanzbeamter und Unternehmer in Berlin.

Leben und Wirken Heinrich Sametzky war wahrscheinlich ein Sohn des Zimmermeisters und späteren Stadtverordneten Friedrich Wilhelm Ferdinand Sametzky in Berlin.Manfred A. Pahlmann, Anfänge des städtischen Parlamentarismus in Deutschland, Akademie, Berlin, S. 249, auch 255 und öfter; gewählt von 1829 bis 1844; auch ; mit drei Familienangehörigen, auch J. C. G. Sametzky [Johann Christian Sametzky], gestorben 1842/1843, war Stadtverordneter ab 1820 Er war spätestens ab 1824 als Buchhalter in der Hauptverwaltung der Staatsschulden im Preußischen Ministerium der Finanzen tätig.Handbuch über den Königl. Preußischen Hof und Staat, 1824, S. 147 , Buchhalter Hr. [= Herr] Sametzky; auch , als Sametzky, H., Buchhalter 1839 war er dort Geheimer Rechnungsrat, 1851 Calculator als höchstrangiger leitender AngestellterKöniglich Preußischer Staats-Kalender, 1851, S. 104, ab 1852 als Sametzki, mindestens 1854 bis 1858 auch Dirigent (Direktor).Königlich Preußischer Staats-Kalender, 1858, S. 131; auch und ; als Sametzky, H. J. G., und als Dirigent,; aber , nur noch Rechnungsrat

Heinrich Sametzky verfügte über umfangreichen Landbesitz mit einem Weinberg in der Königsstadt nördlich der Landsberger Straße vor dem alten Landsberger Tor (zwischen der Stadtbefestigung des 18. Jahrhunderts und der des 19. Jahrhunderts).Zeitschrift für Oologie und Ontologie, 1911 (?), S. 52 (kurzer Auszug); (sein Besitz lag zwischen der Barnimstraße und der Höchste Straße bzw. zwischen Weinstraße und Fliederstraße); auch in Ordre von 1830 erwähnt; sowie Vererbpachtung eines zu den Probsteihufen gehörenden Ackerstücks am Landsberger Tor innerhalb der Stadtmauer an den königlichen Buchhalter Heinrich Sametzky Geheimes Staatsarchiv Berlin-Dahlem, von 1829/1830. Er hatte dort also Ackerland von der Probsteigemeinde (St. Petri?) aus der Berliner Innenstadt als Erbpacht erhalten, das dieser seit langer Zeit gehörte (Hufen) 1830 wurde durch eine Allerhöchste Kabinets-Ordre beschlossen, dass durch dieses Gebiet mehrere neue Straßen angelegt werden sollten (Barnimstraße, Weinstraße, Höchste Straße und Fliederstraße). Eine sollte nach ihm benannt werden, wenn er dafür alle erforderlichen Grundstücksanteile an die Stadt verkaufen würde, was er aber nicht tat.Hermann Vogt: Die Straßen-Namen Berlins, Berlin 1885, S. 7, zu Barnim-Straße, mit einigen Informationen, auch bei den anderen betreffenden Straßen Auch ein 1863 von ihm gestellter Antrag auf Umbenennung der Höchste(n) Straße mit seinem Namen wurde abgelehnt.Vogt, 1885, S. 37.

Heinrich Sametzky erhielt 1846 die Schürfrechte für die Braunkohlegrube Premium Constantiae bei Streganz in der Niederlausitz.Ralf-Günter Wedde: Der historische Braunkohletiefbau in Nordbrandenburg und südlich von Berlin, in Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge, 2013, 1/2, S. 2–42, hier S. 32, 34 (PDF); auch zitiert in Grube Premium Constantiae Kuladig Diese wurden ihm kurz danach wieder entzogen, aber 1847 erneut erteilt. Bis 1849 ließ er dort fast 3000 Tonnen Braunkohle von bis zu 7 Arbeitern fördern, danach sind keine weiteren Erträge bekannt. 1857 wurden ihm die Förderrechte endgültig entzogen, da dort seit längerer Zeit keine Aktivitäten mehr feststellbar waren.

Literatur Hermann Vogt: Die Straßen-Namen Berlins. Berlin 1885. S. 7, 37, 62 und öfter

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Einzelnachweise

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