Jean-Pierre Hagmann (* 1940 in Genf; † 7. März 2025) war ein Schweizer Gehäusemacher und Gewinner des Prix Gaïa.
Leben Hagmann wurde 1940 als Sohn schweizerisch-deutscher Eltern geboren. Er war von Geburt an schwerhörig und besuchte Sonderschulen. 1957 begann er nach einem Praktikum beim Genfer Juwelier Ponti Gennari eine Lehre. Nachdem er zu einem anderen Juwelier gewechselt und dort nur Armbänder an Rolex-Uhren angebracht hatte, wechselte er seine Arbeit und begann mit der Restaurierung von Oldtimer-Motorrädern. 1971 begann er beim Uhrenhersteller Jean-Pierre Ecoffey zu arbeiten und leitete deren Gehäuseabteilung. 1984 eröffnete Hagmann seine eigene Gehäusewerkstatt in Genf und arbeitete für führende Uhrenmanufakturen wie Svend Anderson, Akrivia, Audemars Piguet, Vacheron Constantin, Concord, Breitling, Blancpain, Hublot, Franck Muller, Movado, Jaeger-LeCoultre und Vacheron Constantin. Auch Rolex, Longines und Gerald Genta gehörten zu seinen Kunden. Ein intensive Zusammenarbeit hatte er mit Patek Philippe. Seine Gehäuse tragen das Markenzeichen JHP.
Rezeption Hagmann galt als eine Legende im Beruf des Gehäusemachers. Er wird als einer der besten und berühmtesten Gehäusebauer des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Zu seinen bekanntesten Werken zählt eine Serie von Minutenrepetition-Gehäusen für Patek Philippe, weil sie für ihre aussergewöhnliche Klangqualität geschätzt werden. Das Prunkstück seiner Arbeit war das Patek Philippe Star Kaliber 2000.
Auszeichnungen (Auswahl) 2024: Prix Gaïa in der Kategorie Handwerkskunst und Kreation 2024: Grand Prix d’Horlogerie de Genève
Weblinks Inside The Manufacture. Jean-Pierre Hagmann’s Akrivia Workshop, Switzerland’s Last Stand For Classical Casemaking bei hodinkee.com Meet The Legendary Casemaker: Jean-Pierre Hagmann! Watches TV bei YouTube
Einzelnachweise
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