Last Seen Headed: Live at Sons d’Hiver ist ein Musikalbum von Joëlle Léandre, François Houle und Raymond Strid. Die am 24. Januar 2009 live im Rahmen des Festivals Sons d’hiver im Centre Culturel André Malraux in Le Kremlin-Bicêtre südlich von Paris entstandenen Aufnahmen erschienen 2010 auf Ayler Records.
Hintergrund Die Bassistin Joëlle Léandre und der Klarinettist François Houle waren bereits 1998 gemeinsam mit dem Pianisten Georg Gräwe beim Festival Banlieues Bleues aufgetreten; 2000 gastierten sie mit dem dänischen Gitarristen Hasse Poulsen bei einem Festival in der Fondation Danois (C’est ça). Beim Festival Sons d’hiver in der Region Paris kamen sie 2009 erneut zusammen, diesmal mit dem Perkussionisten Raymond Strid. Auf dem Album wurden sieben nicht namentlich betitelte Improvisationen dokumentiert. Mit einem Auftritt in einer Pariser Galerie (14 Rue Paul Fort, Paris) mit Benoît Delbecq setzten Léandre und Houle ihre Zusammenarbeit fort.
Titelliste Joëlle Léandre, François Houle, Raymond Strid: Last Seen Headed: Live at Sons d’Hiver (Ayler Records – aylCD-096) Last Seen Headed I 8:14 Last Seen Headed II 10:48 Last Seen Headed III 3:30 Last Seen Headed IV 6:42 Last Seen Headed V 8:39 Last Seen Headed VI 9:36 Last Seen Headed VII 2:45
Rezeption mini|Joëlle Léandre im club W71, Weikersheim 2019 Nach Ansicht von Eyal Hareuveni, der das Album in All About Jazz rezensierte, würde der Auftakt zögerlich und sogar abstrakt klingen, doch würden die drei Musiker rasch ein klanglich vielschichtiges und stimmiges Gesamtbild entwickeln. Ihr Zusammenspiel sei, wie man es von solch erfahrenen Improvisatoren erwarten kann, präzise und rasant, wie in einem dichten Gedankenstrom, in dem jede Assoziation eine weitere auslöst und jede Geste durch eine herausfordernde Antwort gespiegelt wird. Alles entwickle sich auf organische Weise, strahle Empathie und Sensibilität aus und diene der egofreien, gemeinsamen Schöpfung dieser hohen Kunst. Das Vokabular des Trios sei in seiner Bandbreite an Referenzen enorm, von den hypnotischen und zerbrechlichen fernöstlichen Klängen von „Last Seen Headed II“ bis hin zum kraftvollen und extrovertierten „Last Seen Headed III“ oder dem ironischen, opernhaften Gesang von Léandre auf „Last Seen Headed 5“.
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Einzelnachweise
Kategorie:Album (Jazz) Kategorie:Album (Neue Improvisationsmusik) Kategorie:Album 2010 Kategorie:Livealbum Kategorie:François Houle Kategorie:Joëlle Léandre