Christian von Castelberg (* um 1530; heimatberechtigt in Disentis; † 22. Februar 1584) war ein Bündner Benediktiner und von 1566 bis 1584 Abt des Klosters Disentis.
Leben und Wirken Christian von Castelberg war Sohn des Johann Christian von Castelberg und der Luzia Stöckl, die aus Hertenberg in Tirol stammte. Sein Bruder Sebastian wurde Offizier in französischen Diensten und später Gesandter sowie Landrichter. Nach der Priesterweihe übernahm Castelberg 1554 die Pfarrei Tavetsch.
Nach dem Tod von Lucius Anrich übertrug der Magistrat des Hochgerichts der Cadi Castelberg 1566 die Leitung des Klosters Disentis. Die Abtweihe erfolgte vier Jahre später, nach Ablegung der benediktinischen Profess, im Kloster Einsiedeln. Die klösterlichen Rechte und Privilegien wurden 1571 durch Kaiser Maximilian II. im bestehenden Umfang bestätigt. Castelberg erwarb Verdienste als kirchlich-religiöser Reformer von Kloster und Cadi. Er empfing 1581 den Kardinal und Mailänder Erzbischof Karl Borromäus in Disentis. Ein Altarbild stellt die Huldigung dar.
Sein Grossneffe Sebastian von Castelberg wurde 1614 Disentiser Abt.
Literatur Helvetia Sacra. Band III/1, 1986. S. 500. Iso Müller: Geschichte der Abtei Disentis von den Anfängen bis zur Gegenwart. 1971. Johann Cahannes: Das Kloster Disentis. Vom Ausgang des Mittelalters bis zum Tode des Abtes Christian von Castelberg 1584. Hochschulschrift, 1899.
Belege
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