Lake R’Kiz oder Rkiz (Lac Rkîz, früher Lake Cayor/Cayar, , buhayrat arkiz),Amadou Wade: Chronique du Walo sénégalais (1186-1855). B. Cissé trans., V. Monteil, editor, In: Bulletin de l’IFAN. Series B, Vol. 26, no. 3/4, 1964: S. 454. ist ein See im Süden von Mauretanien. Er entsteht durch überschüssiges Wasser des Senegal-Flusses und erstreckt sich über eine Fläche von bis zu 129,70 km².
Geographie Der See befindet sich in einem Gebiet nördlich des Senegal-Flusses, welches von parallel verlaufenden Bodenwellen geprägt ist. Alle diese Rillen verlaufen von Südwesten nach Nordosten und neben dem R’Kiz-See liegt im Süden der Jukha-See (منتجع جوخه السياحي muntajae jukhih alsiyahii, - Laououaja, Laouwaja). Auch der Guiers-See im Senegal im Süden liegt in der Verlängerung derselben Formation (ca. 40 km Entfernung). Zahlreiche Sumpfgebiete am Rand des Seebeckens sind benannt: Mréa (NO), Leraïho (O), El Khour (W) und Khamlach (SW).
Geschichte Im November 1087 wurde der Anführer der Almoraviden Abu Bakr ibn Umar in dem Gebiet in einer Schlacht durch den Krieger Amar Godomat vom Volk der Serer getötet.Marcel Mahawa Diouf: Lances mâles: Léopold Sédar Senghor et les traditions sérères. Centre d’études linguistiques et historiques par tradition orale. Niamey 1996: S. 54.
Ökologie Da der See durch überschüssiges Wasser des Senegal-Flusses gespeist wird, kann er während der Regenzeit eine maximale Länge von 34&nbp;km und eine Breite von bis zu 8 km erreichen, während der Wasserstand um bis zu 4,29 m schwanken kann.
Im Sumpfgebiet an seinen Rändern wächst Schilfrohr (Phragmites und Typha), die zum Decken von Dächern geschnitten werden. Mehrere Schlangenarten sowie kleine Säugetiere wie Otter und Mangusten sind hier anzutreffen. Auch Spitzkrokodile kommen vor. Der See wurde von BirdLife International als Important Bird Area (IBA) ausgewiesen, da er bedeutenden Populationen nichtbrütender Purpurhühner sowie überwinternden Knäkenten und Spießenten als Quartier dient.
Wirtschaft Der See wird zum Fischen genutzt und bildet die Grundlage für Landwirtschaft.R. H. Huges, J. S. Huges: A Directory of African Wetlands. IUCN, Cambridge 1992: S. 50. google books ISBN 9782880329495
Obwohl in der Region mehrere Agrarprojekte der Islamischen Entwicklungsbank und des The Food Crisis Prevention Network (Netzwerk zur Verhinderung von Lebensmittelkrisen), durchgeführt wurden, die den Landwirten zugutekommen sollen, wie auch anderswo in Mauretanien, Stand 2017 Erhebliche Teile der lokalen Bevölkerung litten weiterhin unter Lebensbedingungen, die mit moderner Sklaverei vergleichbar waren.
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Einzelnachweise
Kategorie:See in Afrika Kategorie:See in Mauretanien Kategorie:Trarza SR’Kiz Kategorie:Important Bird Area