mini|Ingrid Schmithüsen (2022) Ingrid Schmithüsen (* 18. Februar 1960 in Aachen; † 6. März 2026 in Carignan, Provinz QuébecMarkus Schwering: Mit intellektueller Energie. Nachruf. In: Kölner Stadtanzeiger vom 12. März 2026. Abgerufen am 16. März 2026.Ingrid Schmithüsen. Traueranzeige. In: Aachener Zeitung vom 14. März 2026. Abgerufen am 16. März 2026.) war eine deutsche Konzert- und Liedsängerin (Sopran).
Leben Ingrid Schmithüsen studierte Gesang an der Kölner Musikhochschule bei Gregory Foley und Dietrich Fischer-Dieskau.Die Mädchen von Theresienstadt. Philharmonischer Chor Bonn. Abgerufen am 16. März 2026. Sie gewann mehrere Gesangspreise, u. a. beim Concours international des Maîtres du chant français (Paris 1981) und beim Gesangswettbewerb des Deutschen Musikrats (Berlin 1982).Ingrid Schmithüsen. Biografie (engl.). Abgerufen am 16. März 2026. 1984 gastierte sie bei der Schubertiade Hohenems.»Willkommen im Schubert-Paradies«. Abgerufen am 16. März 2026. Im Alter von 30 Jahren erlitt sie eine schwere Stimmkrise, und musste ihre Gesangskarriere zeitweilig aufgeben. Sie absolvierte in dieser Zeit ein Medizinstudium und absolvierte eine Ausbildung in Homöopathie.Ingrid Schmithüsen. Vita. Abgerufen am 16. März 2026.
Zu ihrem Repertoire gehörten insbesondere Oratorien der Barockzeit sowie das romantische und moderne Kunstlied. Im Laufe ihrer Karriere erarbeitete sie sich gemeinsam mit ihrem Liedbegleiter Thomas Palm ein Repertoire von etwa 4000 Liedern, die sie in Liederzyklen thematisch und dramaturgisch zusammenstellte. Sie war Solistin bei verschiedenen Ur- und Erstaufführungen und arbeitete u. a. mit den Dirigenten Markus Stenz, Reinhard Goebel, Sigiswald Kuijken, Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Masaaki Suzuki und Johannes Kalitzke zusammen. Ihr Repertoire umfasste Werke von Monteverdi, Bach, Mozart, Schubert bis zu Claude Debussy, Hugo Wolf, Alban Berg und Kurt Weill. Sie war Gründerin und von 2006 bis 2019 Künstlerische Leiterin der Kölner Konzertreihe „im zentrum lied“.
Ingrid Schmithüsen hatte Konzertauftritte u. a. in Deutschland, den Vereinigten Staaten, Kanada und Japan. Sie konzertierte u. a. mit dem Cherubini-Quartett, dem Auryn Quartett, dem Ensemble Modern sowie mit dem Cembalisten Gerald Hambitzer, mit den Ensembles Il Concertino Köln und Musica Antiqua Köln, dem Barockmusikensemble Les Idées heureuses, dem Bach-Collegium Japan unter der Leitung von Masaaki Suzuki und mit dem Pianisten Marc Couroux. Sie trat außerdem mit dem Orchestre Symphonique de Québec, dem Calgary Symphony Orchestra, dem Vancouver Symphony Orchestra, dem Sao Paulo Orquestra Sinfonica Municipal, dem Melbourne Symphony Orchestra und dem Taipeh Symphony Orchestra auf. Sie konzertierte auch mehrfach mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, u. a. unter der musikalischen Leitung von Karl-Friedrich Beringer und Claus Peter Flor.. Abgerufen am 16. März 2026. Im Jahr 2000 unternahm sie im Rahmen des Bach-Jahres mit dem Windsbacher Knabenchor unter der Leitung von Karl-Friedrich Beringer eine Tournee durch Israel und Australien. Im Januar 2010 gehörte sie zur Besetzung der Uraufführung der Jugendoper Die Mädchen von Theresienstadt von David Paul Graham, die als Auftragswerk des Philharmonischen Chores Bonn entstanden war und anschließend bei Aufführungen in Bonn, Aachen, Köln und Berlin gezeigt wurde.
Schmithüsen nahm u. a. Werke von Johann Sebastian Bach, Christoph Graupner, Johanna Kinkel, Johann Heinrich Rolle, Georg Philipp Telemann und Jan Dismas Zelenka auf CD auf.Ingrid Schmithüsen. In: Rondo. Abgerufen am 16. März 2026.Ingrid Schmithüsen. Abgerufen am 16. März 2026.Ingrid Schmithüsen bei Klassik heute. Abgerufen am 16. März 2026.
Sie war mit dem kanadischen Komponisten und Hochschullehrer Denys Bouliane verheiratet und lebte in der französischsprachigen Provinz Québec in Kanada. Ingrid Schmithüsen, die seit vielen Jahren an Amyotropher Lateralsklerose (ALS) erkrankt war, starb im März 2026 im Alter von 66 Jahren in ihrer kanadischen Wahlheimat.
Weblinks
Ingrid Schmithüsen – Internetpräsenz (engl./frz.) Ingrid Schmithüsen – Biografie (engl.) bei Bach Cantatas Ingrid Schmithüsen – Biografie (frz.) bei der Société de musique contemporaine du Québec (SMCQ) Ingrid Schmithüsen bei Discogs Ingrid Schmithüsen – Tondokumente
Einzelnachweise
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