Die 28. Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wurden am 6. und 7. Februar 1981 im Sindelfingener Glaspalast ausgetragen. Die Stadt Sindelfingen war seit 1978 zum dritten Mal Ausrichter dieser Veranstaltung.

Wettbewerbe Gelaufen wurde wieder auf einer zweihundert Meter langen Rundbahn. Die Sprint- und Hürdensprintstrecke für Frauen und Männer war nach immer wieder unterschiedlichen Distanzen zwischen fünfzig und sechzig Metern – 1959 waren es sogar siebzig Meter – von 1980 an standardisiert auf die Länge von sechzig Metern.

Der Wettbewerbskatalog wies gegenüber den Vorjahren keine Änderungen auf. Ausgemustert blieben weiterhin vier Disziplinen, die zuvor bereits mindestens einmal Teil des Hallenmeisterschaftsprogramm gewesen waren, die mit einer langjährigen Unterbrechung zukünftig allerdings wieder mitaufgenommen werden sollten. Dabei handelte es sich um den 3000-Meter-Lauf der Frauen, das 10.000-Meter-Gehen der Männer, den Siebenkampf der Männer und den Fünfkampf der Frauen.

Das Angebot für Frauen und Männer war über die verschiedenen Bereiche weiterhin nicht ausgeglichen. In der Kategorie Lauf fehlte bei den Frauen neben der Langstaffel, die bei den Männern über 3-mal 1000 Meter ausgetragen wurde, auch eine Langstrecke. Bei den Sprüngen wurden wie bei Freiluftveranstaltungen die Wettbewerbe Stabhoch- und Dreisprung erst in den 1990er-Jahren in das allgemeine Wettbewerbsprogramm für Frauen aufgenommen und waren somit vor dieser Zeit auch bei Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften nur für Männer im Angebot. Außer dem Kugelstoßen, das für Frauen und Männer seit Beginn der Deutschen Hallenmeisterschaften ausnahmslos Teil der Veranstaltung war, kamen weitere Wurfdisziplinen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern bei Hallenwettbewerben nicht zur Austragung, weil die üblichen Hallen bei den in diesen Wettbewerben erzielten Weiten nicht die erforderliche Größe besaßen.

Am ersten Meisterschaftstag gab es abgesehen von Vorläufen und Qualifikationen sechs Finals. Zur Austragung kamen dabei für Männer der Stabhoch- und Dreisprung sowie das Kugelstoßen, für Frauen der Hochsprung und für beide Geschlechter der 60-Meter-Hürdenlauf. Alle weiteren Konkurrenzen waren am zweiten Tag zu sehen.

Medaillengewinner Die folgenden Übersichten fassen die Medaillengewinner und -gewinnerinnen zusammen.

Männer Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Christian Haas (LAC Quelle Fürth) 6,63 s Fritz Heer (TV Wattenscheid 01) 6,86 s Herbert Neubauer (LG Bamberg) 6,90 s200 m Erwin Skamrahl (Post-SV Hannover) 21,10 s Peter Klein (SV Salamander Kornwestheim) 21,39 s Bernd Sattler(SV Salamander Kornwestheim) 21,69 s400 m Hartmut Weber (OSC Thier Dortmund) 45,96 s Martin Weppler (VfB Stuttgart) 46,62 s Uwe Schmitt (TV Langen) 47,86 s800 m Hans-Peter Ferner (MTV Ingolstadt) 1:48,53 min Thomas Wilking (OSC Thier Dortmund) 1:48,57 min Dieter Riebe (LG Bayer Leverkusen) 1:49,07 min1500 m Uwe Becker (VfL Wolfsburg) 3:45,73 min Peter Belger (LG Bayer Leverkusen) 3:46,14 min Manfred Nellesen (ASV Köln) 3:47,62 min3000 m Patriz Ilg (LAC Quelle Fürth) 7:56,19 min Christoph Herle (LAC Quelle Fürth) 7:57,47 min Hans-Jürgen Orthmann (VfL Wehbach) 8:00,59 min60 m Hürden Dieter Gebhard(SV Salamander Kornwestheim) 7,78 s Karl-Werner Dönges (VfL Sindelfingen) 7,81 s Andreas Geiger (VfL Wolfsburg) 7,91 s4 × 400 m 3:08,61 min 3:11,25 min 3.12,76 min3 × 1000 m 7:08,38 min 7:10,08 min 7:16,79 minHochsprung Dietmar Mögenburg (LG Bayer Leverkusen) 2,27 m Andre Schneider (TV Wattenscheid 01) 2,25 m Carlo Thränhardt (ASV Köln) 2,15 mStabhochsprung Günther Lohre(SV Salamander Kornwestheim) 5,35 m Bernd Müller (LAZ Neuburg/Schrobenhausen) 5,30 m Gerald Heinrich (LUSC Mainz) 5,25 mWeitsprung Winfried Klepsch (TV Wattenscheid 01) 8,21 m Jens Knipphals (VfL Wolfsburg) 8,21 m Dietmar Mögenburg (LG Bayer Leverkusen) 7,73 mDreisprung Peter Bouschen (LG DJK Düsseldorf/Neuß) 16,97 m Klaus Kübler(SV Salamander Kornwestheim) 16,77 m Douglas Henderson (Eintracht Frankfurt) 16,46 mKugelstoßen Hans-Joachim Krug (LG Bayer Leverkusen) 18,80 m Ferdinand Schladen (LG Bonn/Troisdorf) 18,00 m Udo Gelhausen (LG Bayer Leverkusen) 17,95 m

Frauen Disziplin Gold Leistung Silber Leistung Bronze Leistung60 m Heidi-Elke Gaugel (VfL Sindelfingen) 7,36 s Christina Sussiek (LG Bayer Leverkusen) 7,37 s Monika Hirsch (USC Mainz) 7,39 s200 m Christina Sussiek (LG Bayer Leverkusen) 22,94 s Heidi-Elke Gaugel (VfL Sindelfingen) 23,12 s Ulrike Sommer (LAC Quelle Fürth) 24,20 s400 m Gaby Bußmann (ASV Köln) 52,57 s Rita Daimer (LAG Mittlere Isar) 53,76 s Marlies Kühn (LG Bonn/Troisdorf) 55,45 s800 m Petra Kleinbrahm (LG Bayer Leverkusen) 2:07,09 min Roswitha Gerdes (ASV Köln) 2:07,93 min Brigitte Brückner (LAC Quelle Fürth) 2:08,11 min1500 m Elisabeth Schacht(LAV Bayer Uerdingen/Dormagen) 4:13,51 min Bianca Theuss (MSV Duisburg) 4:13,77 min Vera Steiert (ASV Köln) 4:15,37 min60 m Hürden Silvia Kempin (LG Bayer Leverkusen) 8,06 s Sabine Everts (LAV Düsseldorf) 8,24 s Roswitha Riechardt (Alemania Kamp) 8,34 s4 × 200 m 1:34,70 min 1:36,33 min 1:36,44 minHochsprung Ulrike Meyfarth (LG Bayer Leverkusen) 1,89 m Andrea Breder (SV Saar 05 Saarbrücken) 1,89 m Jasmin Fischer (LG Bayer Leverkusen) 1,89 mWeitsprung Christina Sussiek (LG Bayer Leverkusen) 6,74 m Karin Hänel (ASV Köln) 6,72 m Jasmin Fischer (LG Bayer Leverkusen) 6,60 mKugelstoßen Cornelia Sulek (LAC Quelle Fürth) 15,37 m Birgit Petsch (LG Bayer Leverkusen) 15,23 m Veronika Czorny (LG Frankfurt) 15,16 m

Literatur Deutsche Hallenmeisterschaften. In: Leichtathletik Fördergesellschaft mbH (Hrsg.), DLV-Jahrbuch 1981/82, S. 285ff, Darmstadt 1981

Weblinks Deutsche Hallen-Meisterschaften in der Leichtathletik sport-record.de (PDF; 1825 KB) Leichtathletik, zahlreiche Artikel mit dem Thema Deutsche Hallen – Meisterschaften, sport-komplett.de

#1981 Kategorie:Leichtathletikveranstaltung 1981 Kategorie:Leichtathletikwettbewerb in Sindelfingen