mini|Françoise Remarck (2022) Françoise Remarck ist eine ivorische Politikerin und Managerin. Sie ist seit dem 20. April 2022 Ministerin für Kultur und Frankofonie ihres Landes.
Leben Remarck absolvierte die École supérieure de commerce d’Abidjan und erwarb 2004 einen Executive MBA an der HEC Paris. Ihre Laufbahn begann 1986 bei Ernst & Young in Paris, bevor sie 1992 nach Côte d’Ivoire zurückkehrte und am Aufbau von Canal Horizons Côte d’Ivoire mitwirkte. Innerhalb der Canal+-Gruppe stieg sie über Führungsfunktionen in Abidjan zur Präsidentin und Generaldirektorin von Canal+ Côte d’Ivoire auf und wechselte danach in leitende Kommunikations- und institutionelle Funktionen bei Canal+ Afrique in Frankreich. Im Jahr 2015 verließ sie die Gruppe nach mehr als zwei Jahrzehnten und schloss sich CFAO als Verantwortliche für institutionelle Beziehungen und Kommunikation an.
Wirken Im Jahr 2024 begleitete Remarck die Eröffnung des ivorischen Pavillons The Blue Note auf der 60. Biennale di Venezia, der erstmals vollständig vom ivorischen Staat finanziert wurde. Als Ziel ihres Ministeriums strebt Remarck die Stärkung Côte d’Ivoires als Schaufenster der Künste und der Kultur sowie Reformen wie ein Gesetzesprojekt zur Musikindustrie und die Ausarbeitung eines Künstlerstatus an. Ein zentrales Feld ihrer Amtszeit ist die Restitution kolonial geraubter Kulturgüter, insbesondere des 1916 entwendeten Djidji Ayôkwé, für dessen Rückgabe sie bereits 2022 ein beschleunigtes rechtliches Verfahren in Frankreich befürwortete. Nach der offiziellen Rückgabe der Trommel im Jahr 2026 bezeichnete sie deren Heimkehr als historischen Moment der Gerechtigkeit und der Erinnerung.
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