mini|hochkant|Kirche Spröda Die evangelische Dorfkirche Spröda ist eine barocke Saalkirche im Ortsteil Spröda von Delitzsch im Landkreis Nordsachsen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Schenkenberg im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und kann in der Regel nicht besichtigt werden.Informationen auf architektur-blicklicht.de
Geschichte und Architektur Die Saalkirche mit hohem turmartigem Dachreiter über dem Westgiebel wurde vermutlich unter Einbeziehung älterer Bauteile im Jahr 1736 erbaut. Eine Restaurierung wurde im Jahr 1991 durchgeführt. Das Bauwerk ist ein verputzter Feldsteinbau mit geradem Chorschluss, Korbbogenfenstern und Walmdach und wird von dem Giebelreiter mit Haube und großer Laterne bekrönt.
Das schlichte Innere wird durch eine Stuckdecke mit breiter Kehle über einem profilierten Gesims überspannt. An drei Seiten sind farbig gefasste Holzemporen auf Säulen eingebaut. Im Westen befinden sich Stützpfeiler für den Dachreiter. Eine kielbogige Sakramentsnische im Chor stammt aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie ist von Stabwerk auf gedrehten Postamenten gerahmt und mit einer eisernen Tür verschlossen.
Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein barocker Kanzelaltar. Der Korb wird von Pilastern gerahmt. Darüber befindet sich ein verkröpftes Gesims mit Sprenggiebel, Wolkengloriole und Putten mit Kelch und Gesetzestafeln. Über den seitlichen Abendmahlsdurchgängen sind Anschwünge mit reichem Akanthus- und Bandelwerk angeordnet, weiterhin finden sich Putten. Am Schalldeckel ist eine Wappenkartusche angebracht, unter dem Schalldeckel ein Gemälde mit einer Darstellung der Taufe Christi aus dem Jahr 1736. Die Restaurierung des Kanzelaltars wurde 2025 durch das LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union kofinanziert.Information auf der Website des Pfarrbereichs Die reich verzierte, farbig gefasste Sandsteintaufe ist mit dem Jahr 1584 bezeichnet, sie ruht auf einem Balusterschaft mit Diamantschnitt, Beschlagwerk und Kanneluren, die flache, runde Kuppa ist mit Eierstabornament und Zahnschnitt verziert.
Die farbig gefasste Schnitzfigur einer Mondsichelmadonna stammt aus der Zeit um 1500 und wurde im Jahr 1992 restauriert. Ein Grabdenkmal erinnert an den Magister Gregorius Zech. Das ovale Inschriftfeld ist von Akanthus gerahmt und bekrönt von zwei eine Krone haltenden Engeln, bezeichnet mit den Daten 1678–1758.
Die Orgel ist im Kern das Werk eines unbekannten Orgelbauers aus dem Jahr 1736. Der Prospekt ist mit Bandelwerk verziert, die Elfenbeintastatur mit Intarsien.
Literatur
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Einzelnachweise
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