Die Belagerung von Kolberg war eine militärische Konfrontation während des Siebenjährigen Krieges. Sie dauerte vom 3. Oktober bis zum 31. November 1758. Die von einer preußischen Garnison verteidigte Hafenstadt Kolberg (polnisch: Kołobrzeg) in Hinterpommern wurde dabei erfolglos von russischen Truppen belagert.

Geschichte Nach der Niederlage Graf Fermors in der Schlacht von Zorndorf zog er sich mit 25.000 Soldaten nach Königsberg zurück, um dort in sicheren Winterquartieren unterzukommen. Er zweigte aber ein Streifkorps von 8000 Mann unter Generalmajor Johann Palmenbach ab, um die Hafenstadt Kolberg einzunehmen. Die preußische Besatzung setzte sich zusammen aus 860 Invaliden, 120 gefangenen Sachsen, 14 Kanonieren, 3 Unteroffizieren und 2 pensionierten Kapitänen, befehligt vom Kommandanten und ebenfalls Invaliden Major Heinrich Sigismund von der Heyde. Trotz der fast zehnfachen Übermacht konnte sich die Besatzung dank der Hilfe der Zivilbevölkerung erfolgreich verteidigen, und das russische Streitkorps musste sich nach Osten zurückziehen.

Im weiteren Verlauf des Krieges wurde Kolberg noch 1760 und 1761 belagert, fiel aber bei letzterer Belagerung am 17. Dezember 1761.

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