mini|alternativtext=Verbreitung|Grobe Skizze des Verbreitungsgebiets, Text beachten Die Guyana-Bulldoggfledermaus (Eumops maurus) ist ein mit vermutlich mehreren disjunkten Populationen im nördlichen Südamerika verbreitetes Fledertier in der Gattung der Bulldoggfledermäuse. Das Typusexemplar stammt aus dem Gebirge Kanuku in Guyana.

Merkmale Diese Fledermaus ist für ihre Gattung klein, jedoch etwas größer als die Sanborn-Bulldoggfledermaus (Eumops hansae), und erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 62 bis 81 mm, eine Schwanzlänge von 40 bis 52 mm und ein Gewicht von 22 bis 24 g. Es sind 51 bis 61 mm lange Unterarme, Hinterfüße 10 bis 12 mm Länge und 18 bis 25 mm lange Ohren vorhanden. Mit der an eine Bulldogge erinnernden Kopfform, gleicht die Art den anderen Gattungsvertretern. Die Oberseite ist mit dunkelbraunem Fell bedeckt, das sich etwas auf den Flügeln und der Schwanzflughaut fortsetzt. Auch unterseits ist dunkelbraunes Fell vorhanden. Auffällig ist ein heller und leicht durchscheinender Strich auf jeder Unterseite der Flügel, der mit weißen Haaren bedeckt ist. Wenn die großen Ohren nach vorn gebogen werden, erreichen sie die Nasenspitze. Typisch ist ein viereckiges Ende am Tragus. Es sind deutliche Drüsen auf den Kehlen der Männchen vorhanden.

Verbreitung und Lebensweise Gesicherte Populationen gibt es im Norden von Brasilien, in Guyana, in Suriname, im südlichen Venezuela, im Osten von Ecuador und im östlichen Peru. Ob Funde aus Zentral-Brasilien zu dieser Art zählen sollte noch einmal überprüft werden. Das Tier lebt im Flach- und Hügelland bis 500 Meter Höhe. Es hält sich in tropischen Regenwäldern und in Savannen auf. Bei Untersuchen mit Japannetzen wurde ein Weibchen neben einer 15 Jahre alten Karibischen Kiefer gefangen. In einem anschließenden sumpfigen Bereich des Regenwaldes kam die Buriti-Palme sehr häufig vor. In der Nähe gab es zusätzlich Flächen mit Gräsern der Gattung Trachipoqum. Gelegentlich werden Parks und Gärten in Vorstädten besucht.

Die Guyana-Bulldoggfledermaus ruht meist an großen Palmenblättern. Ein Exemplar wurde im 15. Stock eines Wohnhauses gefunden. Eine Studie stellte Käfer der Familien Schwarzkäfer, Purzelkäfer und Blatthornkäfer sowie Singzikaden und Schaben im Magen fest. Trächtige Weibchen sind aus den Monaten Juli und September bekannt.

Gefährdung Da die Buriti-Palme von Menschen genutzt wird, scheinen zumindest Störungen häufig zu sein. Die Bedürfnisse der Fledermaus und ihre gesamte Populationsgröße sind noch nicht ausreichend erforscht. Die IUCN listet die Art mit unzureichende Datenlage (data deficient).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bulldoggfledermäuse (Gattung)