mini|hochkant|Karen Valentine (1995) Karen Lynne Valentine (* 25. Mai 1947 in Sebastopol, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin portugiesischer Abstammung, die von 1963 bis 2009 aktiv war.
Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rolle der jungen idealistischen Lehrerin Alice Johnson in der Fernsehserie Room 222 (1969–1974). Für diese Darstellung erhielt sie 1970 einen Primetime Emmy Award und wurde 1971 für einen Golden Globe Award nominiert. Später spielte sie die Hauptrolle in ihrer eigenen Sitcom Karen (1975) sowie in den Disney-Filmen Hot Lead and Cold Feet (1978) und The North Avenue Irregulars (1979).
Leben Valentine wurde 1947 als Tochter von Angie und Lou Valentine auf einer Hühnerfarm im kalifornischen Sebastopol geboren; ihr Großvater änderte den Familiennamen noch vor ihrer Geburt zu Valentin. Als Jugendliche war sie die Apple Blossom Queen () von Sebastopol. Sie besuchte die Birmingham High School in Lake Balboa und die Analy High School, an der sie 1965 ihren Abschluss machte.
Am 10. November 1963 trat Valentine im Alter von 16 Jahren in der Ed Sullivan Show auf, wo sie Blame It on the Bossa Nova präsentierte – ein Lip-Sync-Auftritt zu Eydie Gormés Hit, den sie bereits beim Miss-Teenage-America-Wettbewerb gezeigt hatte. 1964 wurde sie zur Miss Sonoma County gewählt. Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete sie unter anderem als Model, Kellnerin und Telefonistin.
Sie war vom 8. November 1969 bis November 1973 mit dem Schauspieler Mac McLaughlin verheiratet und ist seit dem 31. Dezember 1977 in zweiter Ehe mit Gary Lewis Verna verheiratet.
Karriere Valentine begann ihre Karriere vor der Kamera in den Jahren 1966 bis 1967 als „The Resident Dream Girl“ in 170 Folgen von Chuck Barris’ The Dream Girl of 1967, zudem trat sie in der Fernsehshow The Dating Game auf.
1969 spielte sie die Titelrolle in Gidget Grows Up und erhielt im selben Jahr eine der Hauptrollen in der Fernsehserie Room 222 an der Seite von Lloyd Haynes, Denise Nicholas und Michael Constantine. Regisseur Gene Reynolds entdeckte sie, nachdem er sie bei einem unbeholfenen Moment im Casting beobachtet hatte und darin ihr komödiantisches Talent erkannte. Valentine wurde zweimal für den Emmy und einmal für den Golden Globe nominiert und gewann 1970 den Emmy als „Outstanding Actress in a Supporting Role“.
1973 entstand der Pilotfilm zu The Karen Valentine Show und 1974 der Pilotfilm zu The Karen Valentine Program: beide gingen nicht in Produktion. 1975 folgte ihre eigene, kurzlebige Serie Karen, in der sie 13 Folgen lang Karen Angelo spielte. 1982 spielte sie die Titelrolle im Fernsehfilm Muggable Mary, Street Cop. Zu ihren weiteren Fernsehfilmen zählen The Daughters of Joshua Cabe (1972), Coffee, Tea or Me? (1973), The Girl Who Came Gift-Wrapped (1974), Murder at the World Series (1977), Go West, Young Girl (1978), Money on the Side (1982) und Skeezer (1982).
Sie hatte zudem Gastrollen in Fernsehserien wie Starsky & Hutch, Baretta, Cybill sowie Mord ist ihr Hobby und war in mehreren Folgen von Love Boat sowie Love, American Style zu sehen. In der dritten Staffel der Twilight Zone-Neuauflage von 1985 spielte sie die Hauptrolle in der Folge Many, Many Monkeys.
Zu ihren Kinofilmen zählen Forever Young, Forever Free (1975), Hot Lead and Cold Feet (1978), The North Avenue Irregulars (1979) und The Power Within (1995). Im Jahr 2004 spielte sie im Hallmark-Film Wedding Daze an der Seite von John Larroquette. Im deutschen Sprachraum wurde Valentine unter anderem von Simone Brahmann, Karin David, Almut Eggert, Edeltraut Elsner, Rita Engelmann, Constanze Harpen, Eva Kinsky, Anita Lochner und Evamaria Miner synchronisiert.
Neben ihrer Arbeit vor der Kamera arbeitet sie auch auf der Bühne, unter anderem in New York City und Los Angeles. So spielte sie Phoebe Craddock in Romantic Comedy (Broadway und Tournee), Angie in Breaking Legs (Off-Broadway und Tournee) sowie in der Los-Angeles-Produktion von Steel Magnolias.
Als Musikerin steuerte sie 1975 in der Sonderausgabe von Monsanto Night Presents Johnny Mathis in the Canadian Rockies die Lieder I’m Old-Fashioned, Put a Little Love in Your Heart, Buttons and Bows, Canadian Sunset und Banff zu und 1976 in The Sonny and Cher Show das Channel 86 Cutesy News Theme und ein TV-Themes-Medley – eine Medley verschiedener Titelmelodien von Fernsehsendungen. Von 1971 bis 1977 war sie zudem regelmäßige Teilnehmerin in der Unterhaltungssendung The Hollywood Squares, oft gemeinsam mit Paul Lynde. Mit ihrem zweiten Ehemann trat sie gemeinsam als Gary & Karen auf.
Auszeichnungen 1970: Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Supporting Actress in a Comedy Series“ für Room 222 1971: Nominiert für den Primetime Emmy Award in der Kategorie „Outstanding Performance by an Actress in a Supporting Role in Comedy“ für Room 222 1971: Nominiert für den Golden Globe Award in der Kategorie „Best Supporting Actress – Television“ für Room 222 2003: Nominiert für den TV Land Award in der Kategorie „Classic TV Teacher of the Year“ für Room 222
Filmografie (Auswahl)
Theater (Auswahl) 1972: The Moon is Blue (Kenley Players, Warren/Columbus/Dayton, Ohio) 1973: Born Yesterday (Kenley Players, Warren/Columbus/Dayton, Ohio) 1975: Bus Stop (Kenley Players, Warren/Columbus/Dayton, Ohio) 1979: Two for the Seesaw (Cherry County Playhouse, Traverse City, Michigan) 1980: Romantic Comedy (Ethel Barrymore Theatre, Broadway, New York City, New York) 1992: Breaking Legs (Off-Broadway, New York City) 1994: How the Other Half Loves (Cape Playhouse, Dennis, Massachusetts) 1994: How the Other Half Lives (Ogunquit Playhouse, Ogunquit, Maine) 1995: A Cheever Evening (Cape Playhouse, Dennis, Massachusetts) 1997: Rumors (New Theatre Restaurant, Overland Park, Kansas) 1998: Me and Jezebel (New Theatre Restaurant, Overland Park, Kansas) 2003: Steel Magnolias (Falcon Theater, Burbank, Kalifornien)
Weblinks
Einzelnachweise
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