Der Baumannsberg ist ein unbewaldeter hoher kuppiger Berg südlich des Ortsteils Baumannsberg in Schönheide im westlichen Erzgebirge.Landesvermessungsamt Sachsen: Topographische Karte 1:10.000, Blatt 5441-SW Schönheide, Normalausgabe, 1. Auflage, Dresden 1995, ISBN 3-86170-609-1. Östlich des Baumannsbergs liegt der gleich hohe Berg Knock.
Geografische Lage
Nach der Naturraumkarte von Sachsen liegt der Berg in der Mesogeochore „Schönheider Hochflächen“ und gehört zur Mikrogeochore „Schönheider Kuppengebiet“. Südlich des Berges liegt das Naturschutzgebiet „Moore südlich von Schönheide“,Frühere Bezeichnung „Baumgärtels Kiefern“. das in großen Teilen zum Natura-2000-Gebiet Bergwiesen um Schönheide und Stützengrün gehört.
Nutzung und Erschließung Der Berg ist nach Ernst Flath, der um 1909 ein Werk zur Geschichte Schönheides publizierte, „mit leidlich gutem Ackerland bedeckt“.Ernst Flath: Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide, Kommissionsverlag von Armin Stopps Buchhandlung, Schönheide o. J. (1909), S. 12 (Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Ob die Schönheider Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) „Vorwärts“, die bis nach 1990 die landwirtschaftlichen Flächen bewirtschaftete, die höchste Stelle des Baumannsberges durch Planieren oder Aufschieben von Material verändert hat, ist ungeklärt. Die Landwirtschaft im beginnenden 21. Jahrhundert ist im Wesentlichen die Nutzung der Bergfläche für Silage und Heu, wobei der höchste Teil auf einer Fläche von um 100 Quadratmetern ungenutzt ist.
Westlich liegt ein mit einem blauen Zaun gesicherter Trinkwasserspeicher für Schönheide, der mittels einer Wasserleitung von der Talsperre Carlsfeld versorgt wird.Westsächsische Gesellschaft für Stadterneuerung mbH: Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept (IGEK) der Gemeinde Schönheide (Entwurf), Stand September 2020, Plan 12 – Technische Infrastruktur (, Abruf am 9. September 2022) Das Gelände ist durch Aufschüttungen, die den Wasserbehälter bedecken, erhöht worden.Es kann sein, dass auch der eigentliche höchste Punkt des Baumannsberges durch den Trinkwasserbehälter und die damit verbundenen tiefbaulichen Arbeiten in den 1920er Jahren verändert worden ist.
Ein Stück östlich der Bergkuppe stehen noch die Außenmauern von wenigen Quadratmetern eines Betriebsgebäudes einer beseitigten Antennenanlage zum Empfang des sog. Westfernsehens aus DDR-Zeit.
Zugänglich ist die von Wiesen umgebene Bergkuppe nicht direkt, bis an die Wiesen erreicht man sie im Norden durch die Straße Windmühlenweg und im Süden durch den Fahrweg Fichtigweg.
Kartografische Darstellung Dieser Berg ist in Blatt 196 des Berliner Exemplars aus dem Jahr 1792 als „Der Baumanns Berg“Friedrich Ludwig Aster: Sächsische Meilenblätter, Blatt 196 im Berliner Exemplar (Link zum Kartenblatt in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) und in Blatt 185 des Freiberger Exemplars als „der Baumanns Berg“ der sächsischen Meilenblätter eingetragen.Blatt 185 des Freiberger Exemplars der Meilenblätter von Sachsen aus dem Jahr 1792 mit Nachträgen bis 1876 (Link zum Kartenblatt in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) Auch in Hermann Oberreits Atlas von 1843 findet sich die Eintragung „der Baumanns Bg“.Jakob Andreas Hermann Oberreit: Topographischer Atlas des Königreichs Sachsen. Zweite Lieferung, enthaltend die Sectionen Freyberg, Schwarzenberg, Zittau und Weissenberg. 1843 (Link zum Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden)
In einer Reihe von Landkarten des 19. bis 21. Jahrhunderts ist der Begriff „Baumannsberg“ im Bereich des Knock (südlich vom Schönheides Dorfmitte) eingetragen,Bei mehreren Landkarten sind die Bezeichnungen der Ortsteile Schönheides nicht geografisch exakt eingetragen. so schon in der sächsischen Äquidistantenkarte aus dem Jahr 1876,Blatt 136 – Section Schneeberg- der Topographischen Karte (Äquidistantenkarte) Sachsen, bearbeitet im topographischen Bureau des Königlichen Generalstabes – 1:25000. Jahr 1876 (Digitalisat in der Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) aber auch in der von 1905,Die Sächsische Äquidistantenkarte im Maßstab 1: 25.000 von 1905 vermerkt „Baumannsberg“ sogar südlich der Schule. (Link zur Karte in der Universitätsbibliothek Dresden) der topografischen Karte von 1916Blatt 136–Schneeberg – der Topografischen Karte (Link zur Karte in der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Dresden) und der von 1942.Blatt 5441 – Schneeberg – der topographischen Karte (Messtischblatt) 1:25.000 von 1942 (Link zum Kartenblatt in der Sächsischen Staats- und Universitätsbibliothek) Dies setzt sich fort bis zur topographischen Karte, die im Jahr 2010 herausgebracht wurde.Topographische Karte 5441-SW-Schönheide des Staatsbetriebs Geobasisinformation und Vermessung des Landes Sachsen, 2. Auflage, Dresden 2010, ISBN 978-3-89679-524-3
Weblinks
Anmerkungen
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schönheide) Kategorie:Berg im Erzgebirge Kategorie:Berg in Europa