mini|Kapelle zur Gottesmutter Maria in Berndorf mini|Innenraum mini|Altarraum Die Dorfkapelle zur Gottesmutter Maria steht in der Ortschaft Berndorf in der Gemeinde Kirchberg an der Raab im Bezirk Südoststeiermark in der Steiermark.

Baugeschichte Die Kapelle wurde zwischen 1874 und 1878 von der örtlichen Bevölkerung unter der Leitung von Andreas Plank erbaut. Sie steht auf einem zentralen Grund im Dorf, dem ehemaligen „Bauerngut“, einem gemeinsamen Grund der 16 Bauern, welche zum Zeitpunkt des Baus der Kapelle im Ort ansässig waren. Auch das Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Berndorf-Oberstorcha steht auf diesem Grund. Die hügelartige Anhöhe wird seither Kapellenriegel genannt.

Im Jahr 1878 wurde die Kapelle zu Ehren der Gottesmutter Maria geweiht und dient seither als Ort der Marienverehrung, etwa für Maiandachten, Feldbeten und Rosenkranzgebete. In bestimmten Abständen werden auch heilige Messen gefeiert.

Bereits 1900 erfolgte die erste Renovierung, wobei Turmkreuz und Knauf vergoldet wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle durch die Kriegswirren im Raabtal stark beschädigt. Turm und Dachstuhl mussten neu aufgebaut werden. Weitere Renovierungen fanden 1925, 1971, 1988, 2002 sowie 2019 statt. Bei der Generalsanierung von 1988 wurde die Kapelle umfassend instand gesetzt, der Altar restauriert und Teile der Innenausstattung erneuert.

Architektur und Ausstattung Die Kapelle mit einem Giebelreiter ist eine einjochige Saalkirche mit eingezogenem Chor. Das Langhaus wird von einer Stichkappentonne überspannt, während der Chor ein Kreuzgratgewölbe trägt. Rundbogige Fenster beleuchten den schlicht gegliederten Innenraum. Der Altarraum ist durch einen Triumphbogen vom Langhaus getrennt. Der dominante, architektonische Hochaltar in Form einer Serliana präsentiert im Rundbogen eine farbig gefasste Skulptur einer gekrönten Maria mit dem Jesusknaben, in den beiden seitlichen Nischen stehen Figuren von Josef von Nazareth und einem weiteren Heiligen mit einem Kreuz in der Hand und ebenfalls mit einem Lilienstängel als Attribute. Der Altartisch mit eingelassenem Reliquienstein von 1818 stammt aus der Bauzeit, ebenso die rückwärtige hölzerne Empore. Die Kirchenbänke und Gemälde im Altarraum sind jüngeren Datums.

Glocke mini|hochkant|Glocke Die erste Glocke dürfte im Zuge des Neubaues beschafft worden sein, musste jedoch 1917 zu Kriegszwecken abgenommen werden. Im Jahr 1925 konnte erneut eine Glocke geweiht werden, welche dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer fiel.

Die heutige Bronzeglocke wurde im Jahr 1950 von Ernest Szabó in Graz gegossen und zeigt eine schlichte Gestaltung mit Scheibenkrone und Perlstabfries an Hals und Schlagring. Die Flanke zieren Reliefs der heiligen Florian und Josef. Am Schlagring die Inschrift in Blockbuchstaben: GEGOSSEN VON ERNEST SZABÓ IN GRAZ, 1950. OP. 3188. Sie hat den Schlagton f″, ca. 100 kg und einen Durchmesser von 50 cm. Im Jahr 1971 elektrifiziert, verfügte sie ursprünglich über einen innenliegenden Klöppelfänger und läutet täglich in drei Absätzen zum Angelus.

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Einzelnachweise

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