Walter Friedrich Beil (* 4. Dezember 1894 in DresdenStandesamt Dresden, Standesamt Dresden III (Dresden-Neustadt), Geburtsregister 1894, Nr. 2590.; † 11. Dezember 1948 ebendaStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden 5, Sterbe-Erstregister 1948, Nr. 2697.) war ein deutscher Kapellmeister.
Leben und Wirken Er war der Sohn des Schuhmachermeisters Franz Alfred Beil und dessen Ehefrau Amalie Theresie Beil geborene Lehmann. Nach dem Schulbesuch schlug er eine künstlerische und eine militärische Laufbahn ein. Vor dem Ersten Weltkrieg war er Dirigent der Hauskapelle im Tanzpalast „Blumensäle“ in DresdenFoto vom Auftritt in den Blumensälen und nach dem Krieg Sergeant beim Reichswehr-Pionier-Bataillon Nr. 12 in Dresden. Nach Fortsetzung seiner künstlerischen Ausbildung wurde er Kapellmeister in seiner Heimatstadt Dresden. Nachdem Beil zunächst Leiter der Standartenkapelle 5 der NSDAP mit Spielmannszug war, wurde er Dirigent der 1929 gegründeten SA-Kapelle und Führer des Musikzuges der Standarte 100, mit denen er durch ausgezeichnete Streich- und Blasmusik in Sachsen bekannt wurde. Daneben war er auch als privater Musikerzieher für die Instrumente Klavier, Trompete und Violine tätig und trat als Solist an der Violine und Trompete „mit vorzüglichen Darbietungen“ auf.Weißeritz-Zeitung vom 27. Januar 1932, S. 1.
Beim Reichssender Leipzig hatte er mehrere Auftritte.Dresdner Nachrichten vom 4. Mai 1934, S. 6. Zum umfangreichen Repertoire der Hörfunkaufnahmen gehörten Sachsenmarsch der NSDAP, Sturmmarsch, Grenzvolk hält Wacht, Marsch über das neue Sachsenlied und Wenn die Fahnen und Standarten.Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. PDF auf CD-ROM. Kiel 2004, S. 396.
1920 heiratete er in Dresden Helene Martha geborene Hahnewald. Zum 1. November 1929 war er der NSDAP beigetreten (Mitgliedsnummer 170.142).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1280086 Daneben wurde er auch Mitglied der SA und stieg mindestens bis zum Obersturmbannführer auf.
1948 starb er in Dresden an Lungen-TBC und Rippenfellentzündung im Alter von 54 Jahren. Seine Urne wurde auf dem St.-Pauli-Friedhof beigesetzt.Stadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden 5, Sterbe-Erstregister 1948, Nr. 2697.
Literatur Ehrenabend für die Kapelle Beil. In: Dresdner Neueste Nachrichten vom 15. November 1934, S. 4. Handbuch Deutsche Musiker 1933–1945. PDF auf CD-ROM. Kiel 2004, S. 396. (2. Edition, Kiel 2009; ). Archiv-Inventar Deutsche Musik 1933–1945. (Auskopplung aus dem Handbuch). PDF auf CD-ROM, Kiel 2004. (2. Edition, Kiel 2009).
Einzelnachweise
Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Kapellmeister (Dresden) Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:SA-Mitglied Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1894 Kategorie:Gestorben 1948 Kategorie:Mann