mini|Weberstraße, 1933 Die Weberstraße war eine Straße in Berlin von 1821 bis 1963.
Lage mini|Berlin, 1885, mit Weberstraße (oben links) Die Weberstraße war die südliche Fortsetzung der Linienstraße und der Gollnowstraße. Sie verlief von der Landsberger Straße (jetzt Mollstraße) westlich des Büschingplatzes (jetzt Platz der Vereinten Nationen) in südöstlicher Richtung bis zur Großen Frankfurter Straße (jetzt Karl-Marx-Allee) westlich des alten Frankfurter Tores (jetzt Strausberger Platz). Die einzige Nebenstraße war die Elisabethstraße von Westen. Auf dem Gebiet stehen jetzt Neubauten nördlich der Karl-Marx-Allee mit veränderten Straßenführungen, darunter die Weydemeyerstraße. (Die Neue Weberstraße seit 1957 hat einen vollständig anderen Verlauf.Neue Weberstraße Xhain, verläuft parallel zur Karl-Marx-Allee und hat keine Berührungspunkte mit der alten Weberstraße)
Geschichte 1705 wurde um das unmittelbare Umland von Berlin eine Befestigung mit hölzernen Palisaden errichtet. Direkt an deren Verlauf (Linie) gab es eine Straße, die bald Linienstraße genannt wurde.Ernst Fidicin, Berlin historisch und topographisch dargestellt, Berlin 1852, S. 109 1821 wurde der östliche Teil in Weberstraße umbenannt, da die Straße von einer sehr großen Zahl von Webern, Seidenwirkern, Strumpfwirkern, Tuchmachern und anderen mit der Weberei beschäftigten Gewerbetreibenden bewohnt ist.Hermann Vogt, Die Straßen-Namen Berlins, Berlin 1885, S. 99, mit diesem historischen Zitat (wahrscheinlich aus der offiziellen Verordnung) (auch zitiert in Weberstraße Berlin Geschichte) Die Straße wurde in den folgenden Jahren dicht bebaut und eng bewohnt, besonders von Arbeitern und anderen Geringverdienern.Die Weberstraße Friedrichshainer Zeitzeiger, Abschnitt Enge, behauptete, in einem Haus seien 180 Wohnungen mit 590 Bewohnern gewesen, offenbar ein Missverständnis
mini|Ruine der Markuskirche, 1952, die Weberstraße verlief dahinter 1944/1945 wurden einige Gebäude durch Kriegshandlungen beschädigt oder zerstört. Um 1951 gab es in der Weberstraße eine große Massenkundgebung mit mehreren zehntausend Teilnehmern, auf der DDR-Präsident Wilhelm Pieck zur Beseitigung der Trümmer und des Weberkiezes aufrief.Die Weberstraße Friedrichshainer ZeitZeiger, mit falschem Datum 2. Dezember 1951 und Zitat aus dem Parteiorgan Neues Deutschland, das aber nicht am 2., (3.) oder 4. Dezember 1951 über dieses Ereignis berichtete (digital einsehbar) In den 1950er und frühen 1960er Jahren entstand zwischen Mollstraße und Karl-Marx-Allee ein großes Neubaugebiet, mit veränderten Straßenverläufen.Henning Onken, Flug über ein ausgelöschtes Wohnviertel, in Tagesspiegel vom 26. Mai 2017 (Text), über die Geschichte des Abrisses der Straße in den 1950er Jahren, mit Luftbild von 1933 1963 wurde die Weberstraße offiziell aufgehoben.
Gebäude und Bewohner In der Weberstraße gab es dichte Häuserkomplexe, in denen es viele Wohnungen, aber auch Geschäfte, kleine Fabriken und weitere Unternehmen gab., auch andere Jahre
Markuskirche, 1855 erbaut, 1957 gesprengt, (Standort jetzt an der Weydemeyerstraße am Spielplatz) Boekers Festsäle, in denen es zwischen 1908 und 1933 öfter Versammlungen von Gewerkschaftern und KPD-Mitgliedern gabDie Weberstraße Friedrichshainer Zeitzeiger, Abschnitt Kämpferisch Brauerei Breithaupt (Nr. 61), Rückseite von Palisadenstraße 97
Weblinks
Weberstraße Berlin Geschichte Die Weberstraße Friedrichshainer Zeitzeiger (mit einigen ungenauen Details!)
Einzelnachweise
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