Karl Theodor Joseph Cöster, seit 1827 Freiherr von Cöster (* 6. April 1826 in Nürnberg; † 14. Juni 1904 in München) war ein bayerischer Generalmajor.
Leben
Herkunft Karl von Cöster wurde als Sohn des Archivars und Landtagsabgeordneten Gustav Adolf von Cöster und dessen Ehefrau Caroline Friederike zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1800–1857, Tochter des Karl Albrecht zu Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst) geboren. Bei der Nobilitierung seines Vaters 1827 wurde auch er in den bayerischen Adelsstand erhoben.
Werdegang Zum Jahresbeginn 1843 trat er freiwillig als Kadett in die Bayerische Armee ein und kam in das 1. Artillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold“. Bis 1858 wurde er bis zum Hauptmann befördert.
Im Deutsch-Dänischen Krieg kämpfte er 1864 mit den bayerischen Truppen an der Seite Preußens und Österreichs und war an der Erstürmung der Düppeler Schanzen beteiligt, wobei den Artillerie-Einheiten eine bedeutende Rolle zukam. Im Deutschen Krieg 1855 kämpfte Bayern mit den Truppen des Deutschen Bundes unter Führung Österreichs gegen Preußen und musste nach der Niederlage ein Schutz- und Trutzbündnis für den Kriegsfall abschließen, wurde aber im gleichen Jahr Major.Bayerisches Hauptstaatsarchiv: Föderalismus im Nationalstaat, Bayern und das Deutsche Reich Digitalisat Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 waren die bayerischen Truppen gemeinsam mit den Truppen von Württemberg, Baden und Hessen-Darmstadt als Verbündete Preußens eingesetzt. Dabei war die Militärkonvention vom 23. November 1870 maßgebend, wonach die bayerischen Truppen unter der Hoheit des bayerischen Königs standen, jedoch Kontingent des Bundesheeres waren. Von Cöster nahm mit seinen Soldaten an der Belagerung von Paris (1870–1871) teil.
Als Oberstleutnant (Beförderung am 3. November 1872) wurde er am 1. Januar 1873 zur Artillerie-Versuchs-Kommission versetzt und am 17. Juli 1874 Kommandeur des 1. Train-Bataillons. Es folgte zum 4. Dezember 1874 seine Versetzung zur Inspektion der Artillerie und des Trains. Er war dort bis 1878 Referent, am 21. Juli 1877 zum Oberst befördert. In dieser Funktion erhielt er am 7. Juli 1883 den Charakter als Generalmajor. Am 7. Januar 1889 feierte er sein 50-jähriges Dienstjubiläum. Am 1. April 1889 wurde er Inspekteur des Trains und wurde am 12. Dezember 1889 als Generalmajor aus dem militärischen Dienst entlassen.
Mitgliedschaften Kunstverein München Münchener Tierschutzverein. Allgemeiner Deutscher Sprachenverein
Auszeichnungen (Auswahl) 1876 Orden vom Heiligen Michael 1888 Ehrenkreuz zum Ludwigsorden (Bayern)
Literatur
Rudolf Ritter und Edler von Xylander, Carl August von Sutner: Geschichte des 1. Feldartillerie-Regiments Prinz-Regent Luitpold. Band 3, 1911, Mittler und Sohn, S. 680.
Einzelnachweise
Kategorie:Generalmajor (Bayern) Kategorie:Person im Deutsch-Dänischen Krieg Kategorie:Person im Deutschen Krieg Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg Kategorie:Freiherr Kategorie:Nobilitierter (Bayern) Kategorie:Träger des Ludwigsordens (Bayern) Kategorie:Träger des Verdienstordens vom Heiligen Michael Kategorie:Bayer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1826 Kategorie:Gestorben 1904 Kategorie:Mann