mini|Zu den Heiligen Schutzengeln in Greven-Schmedehausen Die Kirche Zu den Heiligen Schutzengeln in der Bauerschaft Schmedehausen im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt ist eine römisch-katholische Filialkirche der Pfarrei St. Martinus (Greven). Sie steht unter dem Patrozinium der heiligen Schutzengel und gehört zum Kreisdekanat Steinfurt im Bistum Münster. Das Gotteshaus ist eine neugotische Saalkirche mit einem großen Fassadenturm und hat 140 Sitzplätze.
Geschichte In der Schule in Schmedehausen wurde ab 1811 sonntags Erwachsenenkatechese erteilt. Weil der Fußweg zur nächstgelegenen Kirche in Greven sehr weit und im Winter viel zu beschwerlich war, stiftete Schulte Elting 1855 ein Grundstück sowie das notwendige Kapital zum Bau einer Kapelle.
In Schmedehausen entstand 1859–60 nach den Plänen des Architekten F. C. Crone (Rheine) die Schutzengelkirche. Nach dem Konzept von Wilhelm Sunder-Plassmann (Münster) kam ein 1909–10 erstellter, 28 Meter hoher Turm hinzu.
Das Gotteshaus ist ein Saalbau mit Kreuzrippengewölbe unter einem Satteldach. Das niedrige eingezogene Chorhaus mit Dachreiter steht im Osten. Der Fassadenturm im Westen auf quadratischem Grundriss hat ein schiefergedecktes Pyramidendach. Der Sakristeianbau im Südosten und der Kapellenanbau im Südwesten besitzen Walmdächer. Alle Teile des Gotteshauses bestehen aus rotem Ziegelmauerwerk mit schwarzer Dachziegeldeckung. Zu den Gebäuden der Gemeinde gehören das Pfarrhaus von 1930 sowie das 1930 gebaute und 1980 erweiterte Pfarrheim.
Die 1887 von St. Martinus (Greven) abgepfarrte Kapellengemeinde für die Bauerschaften Schmedehausen und Hüttrup „Zu den Heiligen Schutzengeln“ wurde 1963 zu einem seelsorglich selbstständigen Pfarrrektorat erhoben. 1980 erfolgte die Angliederung eines Teils von Hüttrup an St. Mauritius.
Die Heilige Schutzengelkirche wurde am 6. Februar 2007 mit der Nummer 95 in die Liste der Baudenkmäler in Greven eingetragen.
Das Gotteshaus liegt an einem deutschen Jakobsweg nach Santiago de Compostela in Spanien. Alle Pilger, die in der Pilgerhütte neben der Kirche übernachten wollen, müssen sich 1–2 Tage vorher beim Küster anmelden.
Am 31. Dezember 2004 fusionierten St. Wendelin (Bockholt), St. Martinus (Greven) und Zu den Heiligen Schutzengeln (Schmedehausen) zur großen Kirchengemeinde St. Martinus in Greven. Seitdem ist die Heilige Schutzengelkirche nur noch eine Filialkirche dieser neuen Gemeinde.
Am 1. Januar 2024 schlossen sich die Pfarreien St. Pankratius (Emsdetten), St. Georg (Saerbeck), St. Martinus (Greven) und St. Johannes Baptist (Gimbte) zusammen zum Katholischen Kirchenverband „Pastoraler Raum Emsdetten-Greven-Saerbeck“.
Glocken Im Fassadenturm der Schutzengelkirche hängen die folgenden vier Kirchenglocken aus Bronze:
Glocke 1: Schlagton: e1; Ø 122 cm; Glockengießerei Monasterium Eijsbouts (Münster); Gussjahr: 1960 Glocke 2: Schlagton: g1; Ø 103 cm; Glockengießerei Monasterium Eijsbouts (Münster); Gussjahr: 1960 Glocke 3: Schlagton: a1; Ø 92 cm; Glockengießerei Monasterium Eijsbouts (Münster); Gussjahr: 1960 Glocke 4: Schlagton: c2; Ø 77 cm; Glockengießerei Monasterium Eijsbouts (Münster); Gussjahr: 1960.
Orgel Die Firma Orgelbau Kreienbrinck (Osnabrück) erstellte 1970 für die Schutzengelkirche eine Pfeifenorgel mit 13 Registern und elektrischen Kegelladen.
Literatur Ulrich Menkhaus (Red.): Das Bistum Münster. Bd. 3: Die Pfarrgemeinden. Hrsg. Werner Thissen. Regensberg, Münster 1993, ISBN 3-7923-0646-8. Hans J. Lechtreck: KirchenSchätze Tour: Ein Reiseführer zu ausgewählten Kirchen im Bistum Münster. Aschendorff, Münster 2006, ISBN 3-402-00413-5. Margarete Luise Goecke-Seischab, Jörg Ohlemacher: Kirchen erkunden, Kirchen erschließen. Ein Handbuch. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-457-4.
Weblinks
Website der Schutzengelkirche (Schmedehausen) Website vom Kreisdekanat Steinfurt
Einzelnachweise
Kategorie:Erbaut 1860 Schmedehausen Schmedehausen Schmedehausen Schmedehausen Schmedehausen Schmedehausen Schmedehausen Schmedehausen Kategorie:Bauwerk in Greven Kategorie:Kirchengebäude in Europa