Wilton R. Holm (* 7. Juli 1914 in Rock Island, Illinois; † 18. Oktober 1979 ebenda) war ein US-amerikanischer Filmtechniker. Von 1971 bis 1972 war er Präsident der Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE). 1973 und 1977 wurde er jeweils mit einem Oscar für technische Verdienste ausgezeichnet.

Leben Holm wurde 1914 in Rock Island als Sohn von Robert A. Holm und dessen Frau geboren. Er studierte Physik an der University of Iowa und erlangte dort einen Master of Science.Obituaries: Wilton R. Holm. In: SMPTE Journal, Volume 89, Issue 1, Januar 1980, S. 60, doi:10.5594/J00071. Während des Zweiten Weltkriegs forschte Holm ab 1942 am United States Naval Research Laboratory. Nach Kriegsende erhielt Holm von US-Präsident Harry S. Truman und Marineminister James V. Forrestal Auszeichnungen für seine herausragenden technologischen Leistungen während des Krieges.

Ab 1946 arbeitete er für das von Herbert Kalmus gegründete Filmtechnikunternehmen Technicolor; später wechselte er zur Cinecolor Corp. Von 1952 bis 1968 arbeitete er in verschiedenen Funktionen für die Photo Products Abteilung von E. I. DuPont de Nemours, Inc. Zwischen 1947 und 1952 war er als Berater für die Farbfilmfotografie an der Erstellung zahlreicher Spielfilme beteiligt. 1968 wechselte er zur Association of Motion Picture and Television Producers.

Holm war seit 1947 Mitglied der Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) und wurde dort später Fellow.SMPTE Fellows. In: smpte.org, abgerufen am 11. März 2026. Von 1971 bis 1972 leitete er die Organisation als Präsident.SMPTE Presidents. In: smpte.org, abgerufen am 11. März 2026. Er verfasste zahlreiche Artikel für das SMPTE Journal. Als Chairman leitete er ein Komitee von Experten, die 1957 mit Elements of Color in Professional Motion Pictures eine grundlegende Abhandlung über Farbe und Farbfotografie in der Filmproduktion erstellten.Elements of Color in Professional Motion Pictures. Society of Motion Picture and Television Engineers, 1957, S. 7, .

Holm war darüber hinaus Mitglied der Society of Photographic Scientists and Engineers, der American Society of Cinematographers, der American Optical Society, der American Physical Society, der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, der Academy of Television Arts and Sciences und der American Association for the Advancement of Science.

Holm, der viele Jahre in Hollywood gelebt hatte, zog im Februar 1977 mit seiner Frau in seinen Geburtsort Rock Island in Illinois zurück.Wilton Holm, Academy Award winner, dies. In: The Rock Island Argus vom 19. Oktober 1979, Moline, Illinois, S. 6, Digitalisat. Dort starb er am 18. Oktober 1979 im Alter von 65 Jahren.

Auszeichnungen Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS) zeichnete Holm zweimal mit einem Oscar aus:Wilton R. Holm. In: awardsdatabase.oscars.org, abgerufen am 11. März 2026. Oscarverleihung 1973: Oscar für technische Verdienste (Class III) an Jiro Mukai, Ryusho Hirose (beide Canon, Inc.) und Wilton R. Holm (AMPTP Motion Picture and Television Research Center) „für die Entwicklung des Canon Makro-Zoomobjektivs für die Filmfotografie“ („for development of the Canon Macro Zoom Lens for motion picture photography“) Oscarverleihung 1977: Oscar für technische Verdienste (Class III) an Hiroshi Suzukawa (Canon) und Wilton R. Holm (AMPTP Motion Picture and Television Research Center) „für die Konstruktion und Entwicklung von Hochgeschwindigkeitsobjektiven für die Filmfotografie“ („for the design and development of super-speed lenses for motion picture photography“)

Die Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) zeichnete Holm 1973 zudem für „seine bedeutenden Beiträge zum Fortschritt bei verschiedenen Technologien im Bereich Film und Fernsehen“ mit der Progress Medal aus.Progress Medal Recipients. In: smpte.org, abgerufen am 11. März 2026.

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