Klaus Viertbauer (* 6. August 1985 in Salzburg) ist ein österreichischer Philosoph und römisch-katholischer Theologe. Seine Forschung betrifft Religionsphilosophie und Systematische Theologie. Gegenwärtig arbeitet er als Akademischer Rat an der Pädagogischen Hochschule Weingarten.Lehrende an Pädagogischen Hochschule Weingarten

Leben Viertbauer studierte von 2006 bis 2011 Philosophie, Katholische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Salzburg. 2015 wurde er dort im Fach Philosophie promoviert. 2021 folgte eine zweite Promotion im Fach Katholische Theologie an der Universität Wien. Die Habilitation erfolgte 2026 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.Klaus Viertbauer

Seit 2013 war Viertbauer als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen Universitäten tätig, darunter an der Katholischen Privat-Universität Linz, der Universität Innsbruck sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. 2025 wurde er zum Akademischen Rat auf Lebenszeit an der Pädagogischen Hochschule Weingarten ernannt.

Forschung Viertbauers Forschung betrifft Religionsphilosophie und Fundamentaltheologie. Charakteristisch für seine Arbeiten ist der Versuch, Ansätze der analytischen und der kontinentalen Philosophie miteinander zu verbinden und für gegenwärtige religionsphilosophische Fragestellungen fruchtbar zu machen.

In der Studie Gott am Grund des Bewusstseins? interpretiert Viertbauer die Selbstanalyse von Søren Kierkegaard als dialektische Weiterführung des von Friedrich Schleiermacher beschriebenen Gefühls schlechthinniger Abhängigkeit. Dabei wird Kierkegaards Verständnis des Selbst als eine Form präreflexiven Selbstbewusstseins rekonstruiert. Manfred Frank beschreibt Viertbauers Kierkegaard-Interpretation in einem Geleitwort als die „lichtvollste Deutung dieser dunklen Anfangspassage der Krankheit zum Tode.“ Die Studie wurde u. a. in der Theologischen LiteraturzeitschriftHeiko Schulz ThL 4 (2019) 364–367 und in der Theologisch-Praktischen QuartalsschriftMarianne Silbergasser ThPQ 3 (2018) 327 rezensiert.

In der Studie Religion und Lebensform befasst sich Viertbauer mit der Frage, wie religiöse Überzeugungen in normative Geltungsansprüche überführt werden können. Ausgangspunkt ist dabei die von Jürgen Habermas entwickelte Übersetzungsthese. Daran anschließend entwickelt Viertbauer Überlegungen zu einer Zwei-Stufen-Epistemologie religiöser Überzeugungen. Die Studie wurde mit dem Dissertationspreis der Universität WienDissertationspreise 2022 ausgezeichnet und u. a. in der Theologisch-Praktischen Quartalsschrift,Elmar Honemann ThPQ 3 (2023) 318f. in der Zeitschrift für Theologie und PhilosophieBenedikt Rediker ZTP 2 (2023), 320–323 oder der Theologischen RevueRudolf Sinner ThRev (2025) rezensiert.

Viertbauer ist Autor von über fünfzig Aufsätzen und Herausgeber von mehr als 15 Büchern und Sondernummern. Er publiziert in deutscher und englischer Sprache, u. a. im European Journal for Philosophy of Religion, European Journal for Philosophy of Religion The MonistThe Monist oder der Zeitschrift für Theologie und Philosophie.Zeitschrift für Theologie und Philosophie

Schriften (Auswahl) Monografien

Herausgeberschaft

Beiträge

Weblinks Lehrendenprofil an der Pädagogischen Hochschule Weingarten

Einzelnachweise

Kategorie:Philosoph (21. Jahrhundert) Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (21. Jahrhundert) Kategorie:Fundamentaltheologe Kategorie:Absolvent der Universität Salzburg Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1985 Kategorie:Mann