mini|La Vie heureuse vom 15. Oktober 1902mini|Lucie Delarue-Mardrus, 15. September 1905 in La Vie heureuse La Vie heureuse (Das glückliche Leben) war eine französische, monatlich erscheinende Frauenzeitschrift, die 1902 vom Verlagshaus Hachette gegründet und 1917 mit der Zeitschrift Femina verschmolzen wurde.

Geschichte La Vie heureuse, Untertitel „illustrierte Frauenzeitschrift“, wurde erstmals am 15. Oktober 1902 vom Verlag Hachette herausgegeben und zum Preis von 50 Centimes verkauft. Die monatlich erscheinende Zeitschrift präsentierte zunächst eher literarische, aristokratische und elitäre Inhalte, die zum Teil von Schriftstellerinnen wie Anna de Noailles verfasst wurden.

Nach einigen Ausgaben verschwand der Untertitel, das Cover wurde weniger streng und zeigte nun in der Regel die fotografische Reproduktion eines Frauenporträts.Genaugenommen zeigt die erste Ausgabe, die den Untertitel nicht mehr führte, allerdings einen Mann: einen Baron, der auf einem Stier über ein Hindernis springt. (Ausgabe vom 15. Oktober 1904) La Vie heureuse passte sich seinem direkten Konkurrenten, dem Magazin Femina, an und behandelte Themen wie Frauensport, die ersten Pilotinnen und Automobilistinnen sowie andere Aktivitäten, die normalerweise Männern vorbehalten waren, wie beispielsweise das Angeln oder die Jagd.

Im November 1904 bildeten die Redakteurinnen eine Jury, um Myriam Harry als Reaktion auf den Prix Goncourt den Prix La Vie heureuse zu verleihen. Hachette und Pierre Lafitte schlossen sich zusammen, um diesen Preis fortzuführen, und er wurde nach 1918 zum Prix Femina-Vie Heureuse und ab 1922 einfach zum Prix Femina. Neben Anna de Noailles gehörten zu den ersten Mitgliedern der Jury unter anderem Caroline de Broutelles (Chefredakteurin der Zeitung), Julia Daudet, Jeanne Lapauze (bekannt als Daniel Lesueur), Jane Catulle-Mendès, Lucie Faure, Séverine, Juliette Adam und Gabrielle Réval.

1904 erschien eine Beilage mit dem Titel Le Conseil des femmes : journal de tous les emplois, des carrières et des professions qui permettent aux femmes d’améliorer ou de gagner leur vie (Der Rat der Frauen: Zeitschrift für alle Berufe, Karrieren und Tätigkeiten, die es Frauen ermöglichen, ihren Lebensunterhalt zu verbessern oder zu verdienen). 1912 wurde der Titel einfach zu Vie heureuse.Möglicherweise gab es in der Folge verschiedenen Cover; Gallica führt für die Folgemonate sowohl Ausgaben mit Vie heureuse als auch mit Las vie heureuse im selben Monat.

Im März 1917 verkaufte Lafitte Femina an Hachette, blieb aber weiterhin in der Redaktionsleitung, und die beiden Zeitschriften fusionierten zu einem vierteljährlich erscheinenden Magazin, das beide Titel beibehielt und später als Monatszeitschrift mit dem Titel Femina herausgegeben wurde.

Der Titel La Vie heureuse erschien Ende 1945 in einer neuen monatlichen Ausgabe mit einem farbigen Cover, die offenbar bis 1947 bestand.

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Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Frauenzeitschrift Kategorie:Kulturzeitschrift (Frankreich) Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt) Kategorie:Ersterscheinen 1902 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1917