Die Fieseler Fi 167 war ein einmotoriges deutsches Doppeldecker-Kampfflugzeug. Die Konstruktion des Fieseler Flugzeugbau Kassel (ab April 1939: Gerhard-Fieseler-Werke) war in erster Linie für den Einsatz als Torpedobomber und Aufklärer bestimmt.

Das Flugzeug wurde für die Ausschreibung um das Träger-Mehrzweck-Flugzeug für die geplanten Flugzeugträger Graf Zeppelin und Träger B (Name nie festgelegt) entwickelt.

Geschichte Die Entwicklungsarbeiten begannen am 15. November 1936 unter der Leitung von Fieselers Chefkonstrukteur Reinhold Mewes und dessen Stellvertreter Viktor Maugsch. Die Fi 167 wurde in Ganzmetallbauweise hergestellt. Sie hatte ein verkleidetes, abwerfbares Fahrwerk und Schwimmzellen im Unterflügel. Die Ober- und Unterflügel des Doppeldeckers waren nach hinten an den Rumpf abklappbar. Die Grundauslegung sah ein Flugzeug vor, das alle Hochauftriebshilfen der Fi 156 berücksichtigte. Endresultat war ein Flugzeug, das bei Trägerlandungen praktisch senkrecht auf dem Landedeck des in Fahrt befindlichen Trägers hätte aufsetzen können. Drei Prototypen wurden gebaut, die D–OCML (V1), D–OFWP (V2) und D–OJBZ (V3). Dazu kamen bis 1942 weitere elf bis zwölf A-0-Vorserienmaschinen, die bis 1943 genutzt wurden. Eine Serienfertigung kam wegen des Baustopps an der Graf Zeppelin 1940 nicht zustande. Beim Wiederbeginn des Flugzeugträgerbaues 1942 wurde die mittlerweile deutlich veraltete Fi 167 (vgl. Nakajima B5N oder Grumman TBF) nicht mehr als Trägerflugzeug vorgesehen.

Die verbliebenen Maschinen wurden bis 1943 in den Niederlanden bei der Erprobungsstaffel 167 als Küstenflieger eingesetzt. Dabei wurden verschiedene Erprobungen durchgeführt, wie zum Beispiel Untersuchungen zu Tarnanstrichen für Seeflugzeuge. Im September 1944 wurden die Maschinen an Kroatien abgegeben und dort bei der 1. Staffel in Zagreb als Versorgungsflugzeuge und Aufklärer genutzt. Nach dem Krieg wurden einige von den neugegründeten jugoslawischen Luftstreitkräften übernommen.

Technische Daten Kenngröße Daten Besatzung 2 (Flugzeugführer/Beobachter) Spannweite 13,50 m5,75 m geklappt Länge 11,43 m Höhe 4,53 in Spornlage5,46 in Horizontallage Flügelfläche 45,50 m² Flächenbelastung 75–105 kg/m² Leistungsbelastung 3,1–4,4 kg/PS Leermasse 3030 kg Zuladung 1770 kg Startmasse normal 4050 kgmaximal 4800 kg Triebwerk ein Zwölfzylindermotor DB 601 B-1 Leistung Höchstgeschwindigkeit 320 km/h in Bodennähe Reisegeschwindigkeit 270 km/h in 3500 m Höhe Landegeschwindigkeit 95 km/h Steigzeit 1,3 min auf 1000 m Gipfelhöhe 7500 m Reichweite max. 1300 km650 km bei maximaler Startmasse Bewaffnung zwei 7,92-mm-MG 17,vier 50-kg- und eine 250-kg- oder eine 500-kg-Bombenmaximal ein SC-1000- oder ein Lt5b-Torpedo

Literatur

Weblinks

Bild und Daten von Luftwaffe-Resourcegroup (englisch) Fieseler Fi 167 auf FliegerWeb.com

Einzelnachweise

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