Georg Friedrich Schaaf (* 19. Oktober 1862 in Potshausen; † 19. November 1936 ebenda) war ein deutscher evangelischer Theologe.Georg-Friedrich Schaaf: Georg Friedrich Schaaf. In: Martin Tielke (Hrsg.): Biographisches Lexikon für Ostfriesland. Band 1. Ostfriesische Landschaft, Aurich 1993, ISBN 3-925365-75-3, S. 298–302 (mit allen biografischen Daten) (Digitalisat).

Leben und Wirken Nach seiner Reifeprüfung am Evangelischen Gymnasium in Gütersloh studierte Georg Friedrich Schaaf von 1883 bis 1886 Evangelische Theologie an der Universität Greifswald und der Universität Erlangen. Anschließend besuchte er bis 1889 das Predigerseminar im Kloster Loccum. Im Jahre 1889 wurde er für das Pfarramt ordiniert. Nach Diensten in Hesel, Rhaude und Hatshausen übernahm er 1905 die Pfarrstelle in seinem Geburtsort Potshausen, die bis 1904 sein Vater Carl Heinrich Schaaf innehatte. Außerdem wurde er Ephorus für den umliegenden Kirchenkreis. Bereits 1904 übernahm er die Redaktion der Kirchenzeitung Ostfriesischer Sonntagsbote, die er etwas über drei Jahrzehnte innehatte. Außerdem betätigte er sich in verschiedenen Missionsgesellschaften. Ab 1911 war Schaaf auch in verschiedenen Ämtern seiner Landeskirche Hannover aktiv. Er wurde Mitglied der Landessynode, wirkte an einer neuen Kirchenverfassung mit und wurde 1925 Vorsitzender des Landeskirchenausschusses. 1924 verlieh ihm die Universität Göttingen den theologischen Doktortitel.

Zu Beginn des Dritten Reiches verlor Schaaf seine landeskirchlichen Ämter. Er stand in der Folgezeit weiterhin den „Deutschen Christen“ kritisch gegenüber und trat 1936 als Pfarrer in den Ruhestand.

Veröffentlichungen (Hrsg.): Carl Heinrich Schaaf / Die fünf Hauptstücke des kleinen Katechismus Lutheri. Durch Spruch und Lied, biblische Geschichten und kurze Sätze erläutert von C. H. Schaaf, zum vierhundertjährigen Katechismusjubiläum neu herausgegeben von G. Schaaf. 21. Aufl. Verlag des Ostfriesischen Rettungshauses, Aurich 1929. 100 Jahre Ostfriesische Evangelische Missionsgesellschaft 1834–1934. Eine Denkschrift zur Hundertjahrfeier. 2. Aufl. Meyer, Aurich 1934.

Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Artikel über Ostfriesland im Ostfriesischen Sonntagsboten.

Einzelnachweise

Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert) Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert) Kategorie:Person (Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers) Kategorie:Person (Landkreis Leer) Kategorie:Ehrendoktor der Georg-August-Universität Göttingen Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1862 Kategorie:Gestorben 1936 Kategorie:Mann