Wilhelm Zacharias Friebe (* 3. Juni 1781 in Berlin; † 9. November 1842 ebenda) war ein preußischer Bankier.
Leben Friebe stammte aus einer alten angesehenen jüdischen Familie. Sein Urgroßvater war der bekannte Hofjuwelier und Münzmeister Friedrichs des Großen, Veitel Heine Ephraim. Er wurde als Zacharias Fraenkel Veitel Ephraim geboren. Seine Eltern waren der Bankier Heymann Joseph Fraenkel (1748–1824) und Reizche Zacharias Ephraim († 1785). Schon in jungen Jahren übernahm er das Bankgeschäft seines Vaters und wurde einer der angesehensten Bankiers der Stadt. Er beteiligte sich, ebenso wie das Bankhaus Gebr. Benecke, maßgeblich an der Finanzierung der von Napoleon den Kur- und Neumärkischen Ständen auferlegten Kriegskontribution. Im Jahr 1803 heiratete er Debora Levy (1782–1857). Im Jahr 1812 setzte er sich als Vertreter der Berliner Jüdischen Gemeinde gegenüber Hardenberg dafür ein, dass die eingebürgerten preußischen Juden in gleicher Weise wie ihre christlichen Mitbürger zum Waffendienst herangezogen würden. Nach 1812 nannte er sich Wilhelm Zacharias Friebe. Nach der Scheidung seiner Ehe im Jahr 1816, ließ er sich und seine Kinder aus erster Ehe 1817 taufen und heiratete Caroline Wach, verwitwete Pfützenreuter (* 24. Januar 1786).Berlin, St. Marien, Heiraten 1804–1817, Seite 259. In: Ancestry.com. Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1500–1971 [Datenbank online]. Ab 1820 war er Eigentümer des Hauses Behrenstraße 39. Von 1820 bis 1823 hatte er einen Sitz im Ältestenkollegium der Berliner Kaufmannschaft. Friebe besaß ein großes Kunstverständnis und wurde 1825 Schatzmeister des von Wilhelm von Humboldt gegründeten Vereins der Kunstfreunde im preußischen Staat, dessen Vorstand auch sein Schwager, der Maler Wilhelm Wach angehörte. Aus gesundheitlichen Gründen gab er dieses Amt 1826 an Carl Knoblauch ab. 1828 kauften er und seine Frau Haus und Garten in Wilmersdorf (heute als Schoeler-Schlösschen bekannt) als Sommersitz. Das kunstsinnige und sozial engagierte Paar machte die Gartenanlage zu einer Sehenswürdigkeit voller exotischer Pflanzen. Von 1833 bis 1336 war Friebe Stadtverordneter.
Nachkommen Ein Enkel war der Politiker Otto Tortilowicz von Batocki-Friebe, aus der ersten Ehe seiner Tochter Mathilde (1812–1874) mit Adolph Wilhelm Gerth (1798–1835). Urenkel waren Adolph von Batocki-Friebe, der während des Ersten Weltkriegs Oberpräsident von Ostpreußen war, und dessen jüngerer Bruder Hugo Tortilowicz von Batocki-Friebe. Ein weiterer Enkel war der Diplomat Max von Thielmann, aus der zweiten Ehe seiner Tochter Mathilde mit Franz von Thielmann (1799–1868), einem Sohn von Johann Adolf von Thielmann. Franz von Thielmann war in erster Ehe mit Friebes älterer Tochter Bertha (1810–1842) verheiratet.
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Einzelnachweise
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