Hildegard Stromberger (geborene Saturski 27. Juli 1904 in Jennen (Landkreis Insterburg), Ostpreußen; gestorben 7. Juli 1985 in Hamburg) war eine deutsche Malerin und Bildhauerin.
Leben Hildegard Saturski wurde am 27. Juli 1904 in Jennen, Ostpreußen, geboren. Sie studierte in den 1920er Jahren in Hamburg Medizin und im Jahr 1931 promovierte sie mit der Arbeit „Die Diphtherie der Jahre 1929 und 1930 im Allgemeinen Krankenhaus St. Georg“. Danach studierte sie zwischen 1933 und 1936 an der Landeskunstschule in Hamburg. Malerei studierte sie bei Paul Bollmann und Willem Grimm und Bildhauerei bei August Henneberger und Karl Schümann.Hamburg Frauenbiografien: Hildegard Stromberger, abgerufen am 7. März 2026
Sie heiratete den Mediziner Karl Stromberger und bekam einen Sohn und einen Tochter.
mini|Begegnung vor dem Hamburg-Haus Stromberger gehörte zu den Gründungsmitgliedern der konstruktivistischen Künstlervereinigung „die gruppe“. Die Künstlervereinigung veranstaltete über viele Jahre in Deutschland und auch im Ausland Ausstellungen und machte so die konkrete Kunst bekannt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Hildegard Stromberger Mitglied der „Hamburger Gruppe 45“, die von Martin Irwahn und Richard Steffen gegründet worden war. Es kam 1948 zur Spaltung der Gruppe. Auch zur „Neuen Aachener Gruppe“ der Geometrischen Abstraktion hatte Stromberger Kontakte, wie auch zur „Gruppe 65“ um Fritz Martin, zudem war sie Mitglied im Berufsverband bildender Künstler Hamburg e.V. sowie Mitglied im Deutschen Künstlerbund.
mini|Erinnerungsstein Hildegard Stromberger
Hildegard Stromberger starb am 7. Juli 1985 in Hamburg. Sie wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf (Grablage: AE 11-229) bestattet. Die Grabstätte wurde aufgelassen. Im Garten der Frauen wurde ein Erinnerungsstein für sie verlegt.
Werk Ihr Werk wird durch die Geometrie der Formen bestimmt. Abstrakte, in den Worten der Zeit „gegenstandslose“ Malerei, deren konstruktivistische Formensprache sich auch in Wandbildern und Objekten für den öffentlichen Raum wiederfand. Für die Schule Weddelstraße in Hamburg schuf sie 1965 ein Würfelobjekt, ihr Werk Begegnung, welches vor dem Hamburg-Haus in Eimsbüttel steht, schuf sie 1968. In jenem Jahr entstand auch eine Skulptur für die Schule Fischbeker Moor in Hamburg-Neugraben. Ein Mosaik aus Aluminium schuf sie 1969 für die UKE-Frauenklinik in Hamburg-Eppendorf. Ein freistehendes Wandbild aus Stahl und Holz schuf sie für die Weltausstellung in Brüssel.
Ihre Werke wurden in Paris, Kopenhagen, New York, Wien, München, Basel, Berlin, Darmstadt, Aachen, Hamburg, Stuttgart und Essen ausgestellt. Dabei nahm sie an Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes, wie der von 1957 teil und auch an der „7. Ausstellung mit Sonderausstellung Kunst am Bau“, Hochschule für Bildende Künste, Berlin. Sie wirkte im Jahr 1963 an der Ausstellung „Deutscher Künstlerbund XII. Ausstellung“ im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart mit und auch an der Ausstellung „Josef Albers – Joachim Albrecht, Max Hermann Mahlmann, Gudrun Piper, Hildegard Stromberger, Werner Michaelis“ des Berufsverbandes bildender Künstler Hamburg e. V. im Kunsthaus Hamburg.
Weblinks
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Einzelnachweise
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