Der zweite Mann ist der Titel der 77. Episode der Krimiserie Ein Fall für zwei mit Rainer Hunold und Claus Theo Gärtner in den Hauptrollen.
Handlung Der Privatdetektiv Josef Matula wird zufällig Zeuge eines Banküberfalls und wundert sich darüber, dass der Täter offenbar allein handelt. Kurz darauf trifft der Polizeibeamte Peter Bach scheinbar zufällig am Tatort ein und erschießt den maskierten Bankräuber. Als Matula auf dem Polizeirevier seine Zeugenaussage zu Protokoll geben möchte, begegnet er dort dem arbeitslosen Sportschützen Herrmann Meier, der einen Einbruch zur Anzeige bringen möchte. Seine Sportpistole sei gestohlen worden. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um jene Waffe handelt, die kurz zuvor bei dem erschossenen Bankräuber sichergestellt worden war. Zudem war sie bereits bei einem Banküberfall wenige Wochen vor der aktuellen Tat eingesetzt worden. Matula empfiehlt Meier, der seine Unschuld beteuert, jedoch kein Alibi vorweisen kann, sich an den Rechtsanwalt Dr. Franck zu wenden. Dieser weist gegenüber der Kriminalpolizei darauf hin, dass bei Meier bislang keine Beute aus dem ersten Überfall gefunden worden sei. Er stellt zudem die Frage, ob zwischen Meier und dem beim zweiten Überfall getöteten Täter überhaupt eine Verbindung bestanden habe.
Nachforschungen lassen weitere Zweifel an der Verdächtigung Meiers aufkommen. Eine Angestellte der Bank, in der sich der erste Überfall ereignet hatte, erklärt gegenüber Matula, dass Meier äußerlich keinem der beiden damals beteiligten Täter ähnele. In Meiers Schützenverein erfährt Matula außerdem, dass auch der Polizeibeamte Peter Bach dort Mitglied ist. Daraufhin sucht er Bach in dessen Wohnung auf, gibt sich als Journalist eines Waffenfachmagazins aus und lässt sich dessen Waffensammlung zeigen. Im Verlauf des Gesprächs wird dieser Schwindel jedoch von Bach entdeckt, woraufhin er Matula gefangen nimmt. Dieser vermutet, dass Bach in Wirklichkeit der Komplize des Bankräubers bei beiden Überfällen gewesen ist und diesen schließlich erschossen hat, um einen Mitwisser auszuschalten.
Als Bach versucht, mit Matula als Geisel aus der Tiefgarage seines Wohnblocks heraus zu fliehen, greift Dr. Franck ein, der inzwischen Matulas Aufenthaltsort ermittelt hat. Er blockiert mit seinem Wagen die Ausfahrt. Während die alarmierte Polizei eintrifft und versucht, in die Tiefgarage vorzudringen, setzt Bach sein eigenes Fahrzeug in Brand. Mangels Fluchtmöglichkeiten zieht er sich mit Matula in seine Wohnung zurück, wo die inzwischen eingedrungenen Polizeibeamten ihren Kollegen schließlich überwältigen und festnehmen.
Hintergrund Die Episode wurde überwiegend im Rhein-Main-Gebiet gedreht. Die Kulisse der Kanzlei von Dr. Franck befand sich in einem Bürohaus in der Walter-Kolb-Straße 9–11 in Frankfurt-Sachsenhausen. In den ersten Szenen ist das Parkhaus Alt-Sachsenhausen zu sehen. Weitere Aufnahmen fanden in der Taunusstraße statt. Ein Mittagessen von Matula und Dr. Franck wurde am südlichen Mainufer unweit des Eisernen Stegs inszeniert, das Gespräch zwischen Dr. Franck und dem Staatsanwalt auf einer Dachterrasse unweit des Messeturms.
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Einzelnachweise
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